Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Schützenhilfe von der CSU

Die Spendenannahme des CDU-Vorsitzenden Wolfgang Schäuble sorgt in Deutschland weiter für Wirbel. [12.1.2000]

Die genaue Herkunft und der Zweck der vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber 1994 übergebenen 100.00 Mark ist bisher unklar. Schreiber, gegen den in Kanada wegen eines deutschen Haftbefehls ein Auslieferungsverfahren läuft, sagte der Tageszeitung „Die Welt“, dabei sei es um den Aufbau einer Produktionsanlage für leichte Panzerfahrzeuge für Friedenseinsätze in Kanada gegangen. Schäuble hatte erklärt, Schreiber sei ihm als ein Unternehmer vorgestellt worden, „der mit Fahrbahnmarkierungen“ tätig sei.

Der frühere Landeschef der CDU in Schleswig-Holstein, Ottfried Hennig, hat nach einem Bericht des „Flensburger Tageblatts“ (Mittwoch-Ausgabe) Mitte der 90er Jahre von Altkanzler Helmut Kohl 100.000 Mark erhalten haben. Das Geld stamme von den schwarzen Konten und sei nicht ordnungsgemäß verbucht worden. Der CDU-Vizevorsitzende und Spitzenkandidat für die Landtagswahlen am 27. Februar, Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe, soll auf die neue Nachricht verärgert reagiert haben. Am Mittwoch sollte es eine Erklärung des Landesvorstands geben.

Die CSU hat Schäuble in der Parteispendenaffäre abermals in Schutz genommen. CSU-Generalsekretär Thomas Goppel sagte am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin, es sei zwar „denkwürdig und fragwürdig“, dass Schäuble sich erst nach längerem Ermahnen an die 100.000-Mark-Spende des Waffenhändlers Schreiber erinnert habe. Dass Schäuble das Geld aber an die Schatzmeisterei übergeben habe, sei rechtlich in Ordnung gewesen und „kein Unrechtstatbestand“.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Schützenhilfe von der CSU
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.