Schusswaffeneinsätze der Wiener Polizei im Überblick

Schusswaffeneinsätze der Polizei sind häufig umstritten.
Schusswaffeneinsätze der Polizei sind häufig umstritten. ©APA
Der Schusswaffengebrauch als letzter Weg, Randalierer oder Gewalttäter zu stoppen, ist eine Gratwanderung für Polizeibeamte. Nicht immer sind die Schusswaffeneinsätze der Wiener Polizei unumstritten.

Wie berichtet wurde am Freitag, den 7. Juni ein Mann in Wien-Liesing von Beamten der WEGA erschossen. Zuvor hatte der Mann die Beamten mit einem Messer attackiert. Wiederbelebungsversuche der Wiener Berufsrettung bleiben erfolglos.

Schusswaffeneinsätze der Wiener Polizei

12. April 2012: Ein Beamter gibt in einer Wohnung in Floridsdorf einen Schuss auf einen 35-Jährigen ab, der seine von ihm getrennt lebende Frau und Polizisten mit einem Messer bedroht.

7. März 2012: Bei einem Polizeieinsatz in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus wird eine Frau von einem Beamten durch zahlreiche Schüsse lebensgefährlich verletzt. Die psychisch kranke 37-Jährige ging in ihrer Wohnung in der Goldschlagstraße nachts mit zwei Messern auf die Einsatzkräfte los und verletzte einen von ihnen an den Händen.

4. August 2011: Bei einem Einsatz in der Brigittenau wird ein Mann von der Polizei angeschossen. Der 29-Jährige wurde bei einem Einbruch in die Nachbarwohnung beobachtet. Da er mit zwei Messern auf Beamte der Spezialeinheit Wega losgeht, feuert ein Polizist dreimal. Der 29-Jährige wird am Bein verletzt.

14. Juli 2010: Vier WEGA-Leute schießen in der Leopoldstadt einen rabiaten Mann nieder, der mit einer 30 Zentimeter langen Machete einen Nachbarn bedrohte und eine Polizistin verletzte. Der 43-Jährige wird schwer verletzt.

22. November 2009: Ein Polizist tötet in einer Notwehrsituation einen Lebensmüden in Favoriten. Der 31-Jährige hatte eine täuschend echt aussehende Gaspistole auf den Beamten gerichtet, dieser schießt und trifft den Mann zweimal.

17. Dezember 2008: Beamte werden wegen Ruhestörung und “Müllproblemen” in einen Gemeindebau in Favoriten gerufen. Im Innenhof treffen sie auf einen Mann, der die Beamten mit einem Besenstil attackiert und einen von ihnen verletzt. Auf der Flucht bedroht der 48-Jährige die Polizisten mit einem Messer. Bei der Verfolgungsjagd geben diese zwölf Schüsse ab, vier gezielt. Der Randalierer wird getroffen und überwältigt.

31. August 2002: Ein 28-Jähriger wird in der Innenstadt erschossen, als er mit zwei Mineralwasserflaschen auf Polizisten losgeht. Der psychisch kranke Mann hatte versucht, ein Kindermodengeschäft zu überfallen und einer älteren Passantin die Handtasche zu entreißen.

(apa/red)

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