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Schüller fordert Rücktritt von Bischof Krenn

Der Ombundsmann der Erzdiözese Wien für Opfer sexuellen Missbrauchs, Helmut Schüller, fordert den Rücktritt von Bischof Kurt Krenn. Erst dann sei eine umfangreiche Untersuchung möglich.

“Ich glaube, dann kann erst angefangen werden, den Dingen nachzugehen“, sagte Schüller am Mittwoch im Ö1-Mittagsjournal.

Für Schüller gibt es bezüglich der aus dem Priesterseminar bekannt gewordenen Fotos keinen Zweifel. „Da müssen wir nicht lang herumreden: Es handelt sich um homoerotisch motivierte Begegnungen, völlig klar.“ Viel zu wenig beachtet werde aber, dass es sich dabei um Beziehungen zwischen den Vorstehern des Seminars und den Studenten handle. Dies sei ein „Abhängigkeitsverhältnis“. „Schließlich sind die Studenten eines Seminars absolut angewiesen auf das Wohlwollen der Vorsteher. Die schlagen sie für ein Priesteramt vor“, so Schüller.

Schüller fordert nun eine rasche Reaktion Roms. Zuwarten sei „vollkommen unangemessen“. „Wenn eine Zentrale sich zentralistisch versteht, dann muss sie auch rasch handeln. Eine Zentrale, die sich zwar als Zentrale versteht, aber nicht handelt, fällt der Ortskirche in den Rücken“, kritisiert Schüller.

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