Schule funktioniert nicht nach Rechenschieber-Methode

Der Landesrechnungshof sieht bei den Personalkosten der Landeslehrer größere Einsparungspotentiale. Schullandesrat Siegi Stemer kommentiert dies kritisch: "Die rechnerische Darstellung ist die eine Seite. Unsere Aufgabe ist es auch, die ländliche Struktur und die Qualität im Interesse der Kinder zu erhalten. Die Einsparungspotentiale sind meist Theorie und gehen an den tatsächlichen Herausforderungen vorbei!"

Laut Stemer sind bei der Ressourcenberechnung wesentliche landesspezifische Gegebenheiten und pädagogische Notwendigkeiten in der Sprachförderung, Integration und sonderpädagogischen Maßnahmen unzureichend berücksichtigt. “Dem Land und den Gemeinden ist die Erhaltung dieser Qualität und vor allem der Kleinschulstruktur viel wert. Wir wollen auch in Zukunft dafür sorgen, dass es im Großen und Ganzen so bleibt”, so der Schullandesrat, der damit Kürzungsvorschlägen eine klare Absage erteilt.

Auch die vorgeschlagene Änderung der Sprengeleinteilung und den damit provozierten Wettbewerb zwischen den Schulen sieht LR Stemer zurückhaltend: “Es wäre zu einfach, marktstrategische Grundsätze über den Bildungsbereich zu stülpen. Dies hätte genau den gegenteiligen Effekt zur Folge, dass die vorhandene Struktur im hohem Maße gefährdet wäre”.

Offen zeigt sich der Schullandesrat bei den Anregungen hinsichtlich der Behördenstruktur im Schulbereich: “Da gibt es bereits österreichweite Vorschläge, mit neuen “Bildungsdirektionen” in den Ländern um vorhandene Synergien zu nützen.”

Prüfberichte sind aber Anlass, Dinge genau zu hinterfragen. “Wir werden auch diesen Bericht genau anschauen und gute Verbesserungsvorschläge aufgreifen”, so Stemer abschließend.

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OTS0177 2007-06-26/12:56

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