Schröder verteidigt seine Irak-Politik

Der Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber warf Schröder vor, Deutschland in die Isolierung zu führen, statt den Kontakt mit den europäischen Partnern und den USA zu suchen.

Stoiber fordert Einflussnahme statt USA-Schelte

Trotz Kritik von EU-Partnern hält Bundeskanzler Gerhard Schröder an seiner Irak-Politik fest. Wer im Nahen Osten „militärisch intervenieren will, der muss auch wissen, wie es nach einem Militärschlag weitergeht“, sagte der SPD-Chef der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Solche Abenteuer sind mit Deutschland unter meiner Führung nicht zu machen.“

„Mit amerikakritischen Tönen auf Wahlkampfkundgebungen“ sei der Kurs der USA nicht zu beeinflussen, sagte Stoiber der CSU-Parteizeitung „Bayernkurier“. Präsident George Bush konsultiere zur Zeit Kanada, Großbritannien, Frankreich, Russland und China, nicht aber die deutsche Regierung. „Das zeigt, dass der Ton, den Schröder angeschlagen hat, Deutschland sicherlich nicht weiterbringt.“

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