Schröder sagt Wien-Besuch ab

Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder hat seinen geplanten Kurzbesuch in Wien abgesagt - hätte Laudatio bei Preisverleihung für Vranitzky halten sollen, bleibt aber wegen Koalitionsgespräche in Berlin.

Schröder wollte am kommenden Donnerstag bei einer Preisverleihung der internationalen jüdischen Organsiation B’nai B’rith die Laudatio für den früheren Bundeskanzler Franz Vranitzky (S) halten.

Die Absage aus dem Berliner Kanzleramt wurde am Dienstagvormittag mit den Koalitionsgesprächen begründet. „Gerade für den Donnerstag Abend ist die entscheidendste Phase der Koalitionsgespräche zu erwarten“, sagte ein Regierungssprecher zur APA. Da wolle Schröder nicht fehlen. Ob der Noch-Kanzler für die Laudatio einen Vertreter nach Wien schicken wird, ist noch offen. Darüber muss das Bundeskanzleramt noch mit der Organsiation B’nai B’rith sprechen.

Die weltweit tätige jüdische Organisation ehrt Vranitzky am Donnerstag im Hotel Marriott für sein Engagement bei der Aufarbeitung der Geschichte Österreichs seit dem Zweiten Weltkrieg und für seine engen Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft und verleiht ihm den Orden für humanitäre Verdienste, ihre höchste Auszeichnung.

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