Schröder bekräftigt "Nein" zu Irak-Krieg

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat in seiner Neujahrsbotschaft das „Nein“ seines Landes zu einem Irak-Krieg bekäftigt.

Es bleibe sein Ziel, die Durchsetzung der UNO-Resolution zur Entwaffnung des Irak ohne Krieg zu erreichen, betonte der Regierungschef in seiner am Dienstag ausgestrahlten Neujahrsansprache für Rundfunk und Fernsehen. „Deutschland ist es seiner Geschichte schuldig, die Alternativen zum Krieg zu betonen“, sagte Schröder.

„Wir Deutsche wissen aus eigener Erfahrung, dass Diktatoren manchmal nur mit Gewalt zu stoppen sind. Wir wissen aber auch, was Bomben, Zerstörung und Verlust der Heimat für die Menschen bedeuten,“ so der Regierunschef weiter.

Schröder stimmte die Deutschen weiters auf „notwendige Veränderungen“ ein. Dabei werde „in jeder Hinsicht ein Mehr an Verantwortung“ erforderlich sein, sagte er. Der Kanzler sprach von „mehr Eigenverantwortung jedes Einzelnen und mehr gemeinsamer Verantwortung für die Chancen unserer Kinder“. Deutschland werde seinen Wohlstand, seine soziale Sicherheit, seine guten Schulen, Straßen und Krankenhäuser nur erhalten können, wenn die Menschen sich auf ihre Kräfte besännen und gemeinsam den Mut zu grundlegenden Veränderungen aufbrächten.

Der Kanzler hob auch die historische Bedeutung der EU-Erweiterung hervor. Durch die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedstaaten sei „das Kapitel der Kriege und Konflikte auf unserem Kontinent ein- für allemal beendet“. „Wovon unsere Vorfahren nur träumen durften, ein gemeinsames Europa bauen zu können – das ist nunmehr greifbare Wirklichkeit geworden“, unterstrich der deutsche Regierungschef.

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