Schönbrunn rüstet in Sachen Sicherheit auf

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Ein zehn Millionen Euro schweres Sicherheitspaket soll das Schloss Schönbrunn zu einer uneinnehmbaren "Festung" machen - neues Alarmsystem soll vor Einbrüchen schützen.

Brände, Bombendrohungen, Panik und Diebstähle – das sind nur einige der möglichen Gefahren, gegen die sich ein Publikumsmagnet wie das Schloss Schönbrunn in Wien wappnen muss. Aus diesem Grund wurde nun mit dem ehemaligen Cobra-Chef Wolfgang Bachler ein eigenes Sicherheitspaket entwickelt. Insgesamt zehn Millionen Euro werden dazu in den kommenden zehn Jahren investiert.

Risikokatalog erstellt

Laut Bachler wurde ein eigener Risikokatalog erstellt, in dem Vorfälle nach ihrer möglichen Häufigkeit bewertet worden sind. Demnach sind elementare Naturereignisse in Schönbrunn eher selten zu erwarten, Kleinkriminalität und Brände hingegen schon eher. Zwölf Kleinbrände wurden in den vergangenen Jahren im Schloss bzw. auf dem Areal registriert. Inzwischen gibt es in Schönbrunn eine aufwendige Sprinkleranlage, die Schäden waren daher nur gering.

Neues Alarmsystem soll Schutz bieten

Vorgesehen ist auch die Anbringung weiterer Überwachungskameras, Bewegungssensoren sowie eines neuen Alarmsystems. Auch der Bau einer Sicherheitszentrale – die rund um die Uhr besetzt werden wird – ist geplant. Von dort aus soll nicht nur das Schloss Schönbrunn „bewacht“ werden, sondern auch die Schauräume in der Hofburg und das Hofmobiliendepot.

6.000 Besucher pro Tag

Durch das Schloss werden jeden Tag etwa 6.000 Besucher geführt. Darum muss laut Bachler vor allem eine mögliche Evakuierung gut geplant sein. Auch hier kommt den Mitarbeitern eine wichtige Rolle zu: Funktionieren soll eine Räumung über die Alarmierung des Personals mittels Funkgeräten bzw. über die Pager der Fremdenführer. Eine Evakuierung des Hauptgebäudes soll innerhalb von rund sieben Minuten möglich sein.

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