Schönborn erläutert das Konklave in Rom: In Sixtina wird "nicht geschwätzt"

Kardinal Christoph Schönborn nimmt am Konklave zur Papstwahl in Rom teil
Kardinal Christoph Schönborn nimmt am Konklave zur Papstwahl in Rom teil ©EPA
Kardinal Christoph Schönborn, Österreichs Vertreter bei der Papst-Wahl, meldete sich einmal mehr aus Rom zu Wort. Vor dem Einzug in die Sixtinische Kappelle erklärte er, wie das Prozedere beim Konklave abläuft. Es gebe keine Gespräche bei den Wahlgängen. Im Wohnheim sei es "angenehm", aber sehr einfach - "kein Fernsehapparat und keine Minibar".
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“Ein Konklave ist eine feierliche Angelegenheit, gar nicht vergleichbar etwa einer parlamentarischen Abstimmung.”, stellte Schönborn, Österreichs einziger Vertreter bei der Wahl eines Nachfolgers von Benedikt XVI. kurz vor seinem Einzug in die Sixtinische Kapelle klar.

So verläuft das Konklave

In der Sixtina werde “nicht geschwätzt oder diskutiert, sondern gebetet und abgestimmt”, schrieb Schönborn in einem Kommentar für die am Donnerstag erscheinende Ausgabe des Magazins “News”.

Bei der Abstimmung erhält jeder Kardinal einen Stimmzettel, auf den er “mit möglichst verstellter, aber leserlicher Schrift” den Namen seines Favoriten schreibt, erklärt Schönborn die Vorschriften der Wahl. Zwischen den pro Halbtag zweimal stattfindenden Wahlgängen, die insgesamt jeweils etwa 75 Minuten dauerten, werde “nicht gesprochen, auch Kaffeepausen sind nicht vorgesehen”, so der Wiener Erzbischof.

Schönborn über die Unterkunft in Rom

Natürlich gebe es Gespräche zwischen den 115 Purpurträgern, diese würden aber während der gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten im Gästehaus Santa Maria, auf den Zimmern oder in den Gängen stattfinden, erklärte Schönborn.

Das Konklavewohnheim sei ein “angenehmer, aber sehr einfacher Aufenthaltsort”, ließ der 68-Jährige seine Leser wissen. Die Einrichtung bestehe aus nicht mehr als einem Bett, einem Nachttisch, einem Schreibtisch mit Sessel und einem Kasten – “kein Fernsehapparat und keine Minibar”, ergänzte er.

Einzug in die Sixtinische Kappelle

Die 115 wahlberechtigten Kardinäle waren am Dienstagnachmittag nach einem gemeinsamen Gottesdienst in die Sixtinische Kapelle eingezogen. Ein erster Wahlgang am Abend war erfolglos zu Ende gegangen. Am Mittwochvormittag wurde das Konklave fortgesetzt.

(apa/red)

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