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Schockierende Bilder von "Säuberungswelle" in der Türkei

Fast komplett entkleidete Häftlinge, die nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei inhaftiert wurden.
Fast komplett entkleidete Häftlinge, die nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei inhaftiert wurden. ©AP/cnn.com
In der Türkei herrscht Ausnahmezustand. Auf den Putschversuch in der Nacht auf Samstag reagiert die Regierung mit der Festnahme tausender Verdächtiger, die offenbar in teils menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert werden.
Die Türkei nach dem Putschversuch

Die türkische Regierung um Präsident Recep Tayyip Erdogan macht deutlich, dass den Verantwortlichen des Putschversuchs gegenüber keine Gnade zeigen wird. Der US-amerikanische Fernsehsender CNN hat ein Bild auf seiner Homepage veröffentlicht, auf dem etliche Gefangene zu sehen sind, die auf engem Raum auf den Boden knien müssen und bis auf die Unterhose entkleidet sind. Sie befinden sich offenbar in einem Stall. Bereits 6000 Verdächtige wurden festgenommen, darunter laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu 103 Generäle und Admirale des türkischen Militärs. Außerdem wurden tausende Staatsbeamte und Richter von ihren Ämtern enthoben. Am Montag wurde zudem die Suspendierung von 8000 Polizisten bekannt. Präsident Erdogan kündigte eine “Säuberung aller Institutionen” an. Die Putschisten bezeichnete er als “Viren”, die einen sehr hohen Preis für ihren Verrat zahlen müssten.

Gewalt gegen Soldaten

Auch der Hass von Teilen der Bevölkerung schlägt den Putschisten entgegen. Schon wenige Stunden nach dem Scheitern des Putschversuchs tauchten Bilder auf, auf denen zu sehen war, wie Demonstranten Soldaten auf der Straße verprügelten.

Gewalt gegen Soldaten in der Türkei.
Gewalt gegen Soldaten in der Türkei. ©APA/AFP PHOTO/Selcuk Samiloglu

Video von Registrierung

Auf Twitter ist ein Video aufgetaucht, auf denen einige der Hauptverdächtigen registriert werden. Die Inhaftierten müssen ihre Namen und ihren militärischen Rang nennen und werden fotografiert. “Seid ihr jetzt glücklich?”, spottet ein Beamter.

Todesstrafe diskutiert

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim schloss am Montag sogar eine Wiedereinführung der Todesstrafe nicht aus. “Es ist nicht richtig, in der Hitze und dem Eifer des Gefechts eine voreilige Entscheidung zu treffen. Aber wir können diese Forderung unserer Bürger nicht ignorieren. Das wird unser Parlament umfangreich bedenken und besprechen”, sagte der Politiker.

Die Lage in der Türkei ist weiterhin instabil. Vor dem Gerichtsgebäude in Ankara kam es während einer Anhörung mutmaßlicher Putschisten zu einem Zwischenfall, als ein Mann auf Sicherheitskräfte schoss. Dem Vize-Bürgermeister des Istanbuler Bezirks Sisli, Cemil Candas, wurde in seinem Büro in den Kopf geschossen. Der Politiker der sozialdemokratischen CHP schwebt in Lebensgefahr.

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