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Schlepperorganisation zerschlagen

Der Polizei gelang es durch fast vier Monate lange Ermittlungen eine Schlepperbande ausfindig zu machen und zu zerschlagen.

Ermittler des Landeskriminalamts Wien haben nach eigenen Angaben eine Schlepperorganisation zerschlagen, die kosovarische Familien per Auto nach Italien, Deutschland, in die Schweiz und nach Frankreich schleusten. Als Kopf gilt eine 39-jährige Rumänin, die in Wien eine sogenannte Animiersauna betrieben hat. Sie und ein Fahrer wurden verhaftet. Sieben weitere Chauffeure wurden angezeigt.

Die Polizei geht nach vier Monate dauernden Ermittlungen von mindestens 75 Personen aus, die mit Hilfe der Organisation via Ungarn und Wien illegal in die Zielländer gebracht wurden. Die ursprüngliche Annahme, dass die 39-Jährige womöglich Mädchen für einschlägige Etablissements schmuggeln ließ, bewahrheitete sich nicht. Bei den Geschleppten handelte es sich vielmehr um Familien. Die mutmaßliche Bandenchefin wurde im Herbst zweimal in Deutschland mit Erwachsenen und Kindern aus dem Kosovo in ihrem Auto erwischt. Sie durfte aber nach der Einvernahme weiterfahren, nachdem sie erklärt hatte, die Leute zufällig bei Tankstellen getroffen zu haben.

2.500 bis 3.000 Euro pro Kopf

Die Geschleppten zahlten pro Kopf 2.500 bis 3.000 Euro. Die Fahrer, laut Polizei unbescholtene Burschen, wurden pro Tour mit 700 Euro entlohnt. Im Fall von Problemen – wenn etwa die zu Schleppenden nicht am vereinbarten Treffpunkt an der serbisch-ungarischen Grenze eintrafen – gingen sie leer aus und bekamen bloß das Benzingeld ersetzt.

Die Rumänin selbst bestritt die Vorwürfe. Sie wollte sinngemäß nur ein paar Leuten unentgeltlich einen Gefallen getan haben. Laut Polizei bezichtigte sie einen unbekannten Mann, Kopf der Schlepperorganisation gewesen zu sein

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