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"Schlampen" ziehen durch deutsche Städte

Mit kurzen Röcken und tiefen Dekolletes wollen Frauen an diesem Samstag in mehreren Städten gegen Sexismus und die Verharmlosung von Vergewaltigungen demonstrieren.
"Slutwalk": weltweite Proteste gegen Sexismus
Allein in Berlin rechnen die Veranstalter des sogenannten Schlampenmarschs (Slutwalk) mit rund 3.000 Teilnehmern, in Hamburg werden etwa 500 Menschen erwartet. Auch männliche Unterstützer seien bei den Paraden willkommen, hieß es. Veranstaltungen dieser Art sind beispielsweise auch in Frankfurt/Main, München oder im Ruhrgebiet geplant.

Berlin. Die Demonstrationszüge sind Teil einer internationalen Protestbewegung. Hintergrund ist der Rat eines kanadischen Polizisten vor rund vier Monaten, Frauen sollten sich nicht wie “Schlampen” anziehen, wenn sie nicht Opfer sexueller Gewalt werden wollten. “Slutwalks” gab es bereits in Toronto, New York oder Melbourne.

Die Veranstalterinnen wollen darauf aufmerksam machen, dass sexualisierte Gewalt nichts mit dem Aussehen oder der Kleidung einer Frau zu tun hat. Ausschlaggebend sei lediglich der Wunsch des Täters nach Machtausübung. “Auch wenn Personen halbnackt durch die Stadt laufen, ist es nicht ihre Schuld, wenn ihnen Gewalt angetan wird”, sagte Anna Rinne, eine der Hamburger “Slutwalk“-Organisatorinnen.

APA/dpa

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