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Schlager Bayern gegen Dortmund im DFB-Cup-Halbfinale

Die Bayern haben den 18. Cup-Triumph im Visier
Die Bayern haben den 18. Cup-Triumph im Visier
Rekordsieger FC Bayern München trifft im Halbfinale des DFB-Pokals in einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels daheim auf Borussia Dortmund. In der zweiten Partie der Vorschlussrunde erwartet Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld den VfL Wolfsburg.

Das ergab die Auslosung am Mittwoch kurz vor Mitternacht. Die beiden Halbfinal-Partien werden am 28. und 29. April ausgetragen. ÖFB-Star David Alaba wird den Bayern da verletzungsbedingt noch nicht zur Verfügung stehen. Das Endspiel in Berlin findet am 30. Mai statt.

Bayern gewinnt im Elfmeter-Schießen

Mit Elfmeter-Glück hat der FC Bayern München seine Chancen auf das angestrebte Titel-Triple gewahrt. Der überlegene Tabellenführer der deutschen Fußball-Bundesliga gewann am Mittwochabend das Cup-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen mit 5:3 im Elfmeterschießen, nachdem die packenden 120 Minuten zuvor torlos geblieben waren.

Damit haben die Münchner, die auch noch im Champions-League-Viertelfinale stehen, weiter den 18. Cup-Triumph im Visier. Zudem könnte der Club des derzeit verletzten ÖFB-Stars David Alaba als erster Verein dreimal in Serie den DFB-Pokal gewinnen.

Die Leverkusener verpassten hingegen vor 31.210 Zuschauern nach zuletzt fünf Bundesliga-Siegen ohne Gegentor den ersten Halbfinal-Einzug seit sechs Jahren. Zudem erlebte das Team von Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League bei Atletico Madrid das nächste Elfmeter-Drama, weil Josip Drmic bei seinem Versuch an Manuel Neuer scheiterte.

Ausgeglichene Partie

Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte seiner Mannschaft diesmal nicht die Defensivtaktik verordnet, mit der er als Reaktion auf den Ausfall des Topduos Arjen Robben und Franck Ribery zuletzt in Dortmund ein glanzloses 1:0 erreicht hatte. Stattdessen kehrten die Münchner zum gewohnten Spiel mit hohem Ballbesitz zurück. Allein in der ersten Hälfte lief die Kugel zu 73 Prozent in den Reihen der Gäste, die zudem dreimal so viele Pässe spielten. Wirklich drangvoll und zielführend allerdings wirkte die Offensive der Bayern nicht.

Die Leverkusener setzten sich trotzdem von Beginn an clever und zum Teil sehr sehenswert zur Wehr. Bei den Bayern fehlte die Kreativität, zumal auch Bastian Schweinsteiger verletzt passen musste. In der Verlängerung bestimmten die Bayern das Geschehen dann klar und hätten das Match entscheiden müssen. Doch Mario Götze schob den Ball nach Rafinhas Zuspiel aus drei Metern an der linken Stange vorbei (98.), Bernat scheiterte an Leno (114.). So musste das Elfmeterschießen entscheiden.

Bielefeld als Favoritenschreck

Favoritenschreck Arminia Bielefeld setzte sein Pokal-Märchen ebenfalls fort und beendete mit einem 5:4 im Elfmeterschießen die Hoffnungen von Borussia Mönchengladbach auf den ersten Titel seit 20 Jahren. Der Drittliga-Tabellenführer erreichte zum dritten Mal nach 2005 und 2006 das Halbfinale des DFB-Pokals. Manuel Junglas (26.) und Max Kruse (32./Handelfmeter) sorgten mit ihren Treffern vor 26.137 Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena für das 1:1, das bis zum Ende der Verlängerung hielt.

Dann wurde Bielefelds Keeper Alexander Schwolow zum Helden, als er den letzten Elfmeter von Ibrahima Traore parierte. “Dieser Sieg hat einen unfassbar hohen Wert”, sagte Kapitän Fabian Klos. Bei den Gästen aus Gladbach fehlte der verletzte Abwehrchef Martin Stranzl. Der ÖFB-Legionär laboriert an einem Ödem im Kniegelenk.

Zuvor hatte die Arminia schon die Erstligisten Hertha BSC und Werder Bremen ausgeschaltet. Die im Angriff planlosen und in der Defensive wackligen Gladbacher verpassten es verdient, zum elften Mal ins Halbfinale einzuziehen. “Wenn du in 120 Minuten nicht gegen Bielefeld gewinnst, dann hast du es auch nicht verdient”, betonte Kruse nach dem Match. “Der letzte, der verschießt, ist immer der Depp. Aber wir haben als Mannschaft verloren. Das ist bitter”, sagte Manager Max Eberl.

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