Schläge gegen Kinderpornografie in Österreich

Im Bereich Kinderpornografie sind den Behörden in den vergangenen Jahren in mehreren Operationen internationale Erfolge im Kampf gegen Kinderpornografie gelungen. Im Folgenden eine Auflistung der spektakulärsten Aktionen mit österreichischer Beteiligung seit 2007. Die Ermittlungen erstreckten sich jeweils über mehrere Monate, daher können die Operationen nicht genau datiert werden.

Operation “Flo”: Die Polizei deckt eine Kinderporno-Verteilung über den Server einer Wiener Internetfirma auf. 2.361 Usern aus 77 Ländern kann der Zugriff auf acht Videos nachgewiesen werden, 23 Verdächtige stammen aus Österreich. Aufgedeckt wird der Fall nach einem Hinweise der Internetfirma, dessen File-Sharing-Dienstleistung von den Pornogeschäftemachern missbraucht wurde. Bekannt wird der Fall am 7. Februar 2007.

Operation “Sion”: In Bayern werden zwei Internetdateien entdeckt, die schweren sexuellen Missbrauch an einer etwa zehnjährigen Asiatin und einem etwa zwölfjährigen blonden Mädchen zeigen. 125 österreichische User-Adressen sind betroffen, 80 Verdächtige werden ausgeforscht. Darunter befindet sich ein 44-jähriger Wiener, dessen PC-Bildschirmschoner den Mann während des Missbrauchs seiner zehnjährigen Stieftochter zeigt.

Operation “Koala”: Australische Beamte entdecken auf einem Video den Missbrauch eines elf- und eines zwölfjährigen Mädchens aus Belgien. Der Täter ist der Vater der beiden Kinder. Das Video wird genauso wie Aufnahmen von 21 ukrainischen Mädchen von einem 42-jährigen Italiener im Internet verkauft. Anhand von 50.000 internationalen Bestell-E-Mails können 13 Nutzer in Österreich ausgeforscht werden.

Operation “Fjord”: Europol ermittelt anhand von Informationen der belgischen Polizei gegen Kunden einer Kinderpornoseite, darunter befinden sich 14 verdächtige Österreicher

Operation “Murphy”: Mit Hilfe des FBI werden gegen den Betreiber einer Kinderporno-Seite Erhebungen geführt. Vier Personen aus Österreich haben sich bei dem Beschuldigten DVD bestellt.

Operation “Santiago”: Kinderpornografie in einem Peer-To-Peer-Netzwerk beschäftigt die Ermittler. In Zusammenarbeit mit Spanien können vier verdächtige Österreicher identifiziert werden.

Operation “Sledgehammer”: Im Zuge der Ausforschung einer kroatischen Internetseite wird 189 Männern in Österreich der Besitz oder die Weitergabe von obszönen Aufnahmen nachgewiesen. Insgesamt werden 935 Verdächtige identifiziert, gegen 624 muss das Verfahren eingestellt werden, da sie das Material nur angesehen und nicht heruntergeladen haben. Das Material zeigt fünf- bis zwölfjährige Kinder aus den USA und Paraguy. Bekannt wird der Fall am 13. März 2009.

Ausforschung einer brasilianischen Website: 43 österreichische Konsumenten werden identifiziert, 31 kann der Besitz oder die Weitergabe von Kinderpornos nachgewiesen werden. Bekanntwird der Fall am 13. März 2009.

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