Schlag gegen FARC

Den kolumbianischen Sicherheitsbehörden ist der Anführer der linksgerichteten FARC-Guerilla für die Hauptstadtregion ins Netz gegangen.

Wilmer Antonio Marin Cano, genannt „Hugo”, wurde am Montag in einem Vorort von Bogota von Beamten des kolumbianischen Geheimdienstes DAS festgenommen, wie DAS-Direktor Jorge Noguera mitteilte.

Er bezeichnete den Rebellenchef als „wichtigen Mann”, der mit 31 „terroristischen Anschlägen” in Verbindung gebracht werde. Marin Cano sei zudem ein „absoluter Vertrauensmann” von FARC-Militärchef Jorge Briceño. In Militärkreisen war von einem entscheidenden Schlag gegen die größte kolumbianische Guerillaorganisation die Rede.

„Hugo” gilt als Chef der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in der Region Cundinamarca, deren Hauptstadt Bogota ist. Er wird unter anderem für einen Anschlag auf einen Nobelclub in Bogota verantwortlich gemacht, bei dem im Februar 36 Menschen getötet und 170 weitere verletzt worden waren. Der FARC-Anführer soll zudem Drahtzieher der Ermordung eines japanischen Industriellen im November sein. Er war im August 2000 schon einmal gefasst worden, floh jedoch aus der Haftanstalt La Picota in Bogota. Seitdem hat er sein Aussehen verändert.

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