Schlag gegen europaweiten Passfälscherring

Deutschen und tschechischen Ermittlern ist nach eigenen Angaben ein Schlag gegen einen europaweit agierenden Ring von Passfälschern und Schleppern gelungen. Wie die Bundespolizeidirektion in Pirna am Freitag mitteilte, wurden von der gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Staatsanwaltschaft Dresden und der Kreisstaatsanwaltschaft Teplice vier Verdächtige in Tschechien und Griechenland festgenommen.


Dabei handle es sich um vier Algerier im Alter zwischen 24 und 41 Jahren. Außerdem sei bei dem Einsatz in der vergangenen Woche in Athen eine der europaweit größten Fälscherwerkstätten ausgehoben worden. Die festgenommenen Algerier sollen Syrer und Afghanen mit gefälschten Dokumenten ausgestattet in die Europäische Union eingeschleust haben. Zwei der Verdächtigen seien in Prag, einer im nordböhmischen Teplice und einer in Athen festgenommen worden. An dem Einsatz am 17. Oktober war den Angaben zufolge auch die griechische Polizei beteiligt.

In der Fälscherwerkstatt hätten die Einsatzkräfte mehr als 1.100 manipulierte Reisepässe, über 800 ID-Karten und mehr als 100 Führerscheine sichergestellt. Zudem seien 50.000 Hologramme, Stempel, tausende Folien sowie Fälscherausrüstung gefunden worden. Der Schwarzmarktwert des Materials liege bei über drei Millionen Euro. Die Fälscher seien von Taschendieben in ganz Europa unterstützt worden, die Touristen Pässe und Ausweise gestohlen hätten.

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