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"Schiff ahoi" und "Wasser marsch" beim Girls' Day

Die Ministerinnen Bures und Heinisch-Hosek mit den ersten Kapitäninnen und Schülerinnen
Die Ministerinnen Bures und Heinisch-Hosek mit den ersten Kapitäninnen und Schülerinnen ©APA
Bei diversen Infoveranstaltungen sollte Mut für atypische Frauenberufe gemacht werden. 1.349 Mädchen schnupperten in den Bundesdienst. Gleichzeitig wurde der Boys‘ Day begangen.

Ob in der Schifffahrt oder in der Sicherheitstechnik – Mädchen können, wenn sie wollen, im Beruf alles erreichen. Dieses Gefühl wurde hunderten jungen Frauen am heutigen Girls’ Day vermittelt. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Infrastrukturministerin Doris Bures (beide S) besuchten etwa am Donnerstag in der Früh den Katamaran Twin City Liner auf der Donau und die zwei ersten Kapitäninnen, eine davon noch in Ausbildung, der Donau Dampfschifffahrt.

Bei perfektem Ausflugswetter begrüßten die Ministerinnen und Kapitän Otto Szabo die Mädchen am Twin City Liner. Ebenfalls mit dabei war Jacqueline Kolar, die bereits als Kapitänin zwischen dem Schwarzen Meer und Rotterdam unterwegs ist. Sie räumte wie ihre Kollegin in Ausbildung, Stefanie Oberlechner, ein: “Der Anfang war schwer.” Nicht selten ernte man “schiefe Blicke” von den Kollegen oder habe sich gegen Vorurteile und “Sprüche” der Männer durchzusetzen. “Das muss man wegstecken können”, so Oberlechner. Den Beruf üben beide mit Begeisterung aus, wenngleich es “harte Arbeit” ist. Kolars Tipp an die Schülerinnen: “Geht euren Weg, lasst euch nicht unterkriegen.”

Wählerisch sein

“Seien sie wählerisch, finden sie ihren Weg”, appellierte dann auch Heinisch-Hosek. Sie wies darauf hin, dass junge Frauen noch immer meist in den Lehrberufen Friseurin, Sekretärin und Verkäuferin landen, dabei gebe es allein im öffentlichen Dienst über 50 verschiedene Lehrberufe. Auch Bures wollte am heutigen Girls’ Day Mut machen, in untypische Berufe zu gehen. Sie animierte die Mädchen, sich für eines der 1.000 angebotenen Sommerpraktika in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen zu bewerben (http://www.generation-innovation.at).

Beinahe alle Ministerien beteiligten sich am Girls’ Day, 1.349 Mädchen nahmen laut Heinisch-Hosek im Bundesdienst teil. Kulturministerin Claudia Schmied (S) schaute in der Volksoper Wien vorbei, wo eine Brandschutzübung stattfand. Die Töchter von Mitarbeitern und ihre Freundinnen wurden dabei mit der Sicherheitstechnik vertraut gemacht.

Das Umweltministerium setzte den Schwerpunkt “Wasser” und will damit “Girls in Green Jobs bringen”. Knapp 30 junge Frauen beschäftigten sich dabei etwa mit Gewässerökologie und Wassertechnik, so Minister Niki Berlakovich (V). Im Außenministerium informierten sich rund 60 Schülerinnen über die Möglichkeiten einer Karriere im diplomatischen Dienst und das Innenministerium gewährte einen Einblick in die Arbeit des Ministeriums und der Polizei – mit Vorführungen der Diensthundeeinheit oder der WEGA.

Boys’ Day im Sozialministerium

Gleichberechtigung mal anders rum: Im Sozialministerium wurde mit rund 100 Jugendlichen neben dem Girls’ Day bei einer separaten Veranstaltung auch der Boys’ Day begangen. Während die Mädchen über frauenuntypische Berufe informiert wurden, besuchten die Burschen etwa einen Kindergarten. Das abschließende Get-Together mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) fand dann für alle gemeinsam statt.

Auch das Parlament beteiligte sich zum mittlerweile vierten Mal am Girls’ Day, so Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S). 41 Mädchen zwischen zehn und 16 Jahren nahmen das Angebot an und statteten etwa der Sicherheitsabteilung oder der Wirtschaftsstelle, die unter anderem für Bauprojekte zuständig ist, einen Besuch ab. Nach einem Blick ins Plenum stand noch eine Diskussion mit Mandatarinnen aller Fraktionen auf dem Programm.

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