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Schießerei - Petition an Österreichs Botschaft in Neu-Delhi

Eine indische Religionsgemeinschaft verfasste in Neu-Delhi eine Petition, in der die rasche Aufklärung der Schießerei im Gebetshaus und angemessen Bestrafung stehen.

Eine Delegation von Anhängern der dem Sikhismus nahestehenden indischen Ravidasi-Religionsgemeinschaft hat am Dienstag der österreichischen Botschaft in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi eine Petition übergeben. Darin wird die Hoffnung ausgedrückt, dass Österreich die Schießerei in einem Wiener Tempel der Gemeinschaft am Sonntag rasch aufkläre, und die Täter angemessen bestraft oder nach Indien für einen Prozess überstellt würden.

Zugleich wurde Österreich in dem Schreiben für sein rasches Handeln nach dem Vorfall gedankt, das vielen Anhängern das Leben gerettet habe. Bei dem Angriff militanter Sikhs auf den Tempel waren 16 Menschen schwer verletzt worden, einer der beiden anwesenden Prediger erlag später seinen Verletzungen. Der Demonstrationszug, der etwa 500 Anhänger des in Wien ermordeten Gurus umfasste, zog zur Botschaft und löste sich nach Übergabe der Petition friedlich auf, hieß es aus dem Wiener Außenministerium.

Das Komitee unter Generalsekretär Gian Chand Kler unternimmt nach eigenen Angaben alles, dass seine Anhänger Ruhe bewahrten und es friedlich bleibe. In dem Schreiben wird das Geschehen in Wien am Sonntag als “unprovozierte Schießerei von einigen schlechten Elementen” beschrieben. Der Tod des 57-jährigen Gurus Sant Rama Nand, der von Kugeln in den Bauch und den Rücken getroffen worden war, sei ein “unerträglicher Verlust für die Anhänger von Shri Guru Ravidas in der ganzen Welt”. “Der bedauerliche Vorfall hat große Verstimmung in den Gemütern der Anhänger ausgelöst, die in unverminderter Gewalt in verschiedenen (Unions-)Staaten Indiens, speziell in Punjab, resultierte”, hieß es in der Petition.

Im indischen Unionsstaat Punjab, wo die meisten der rund 20 Millionen indischen Sikhs leben, starben am Montag bei schweren Ausschreitungen in Folge der Ereignisse in Wien zwei Menschen. Die Ravidasis, denen meist Kastenlose (Dalits) angehören, stehen inhaltlich der monotheistischen Sikh-Religion nahe, der im 15. Jahrhundert von Guru Nanak Dev gegründet wurde und Elemente aus Hinduismus und Islam verbindet. Sie berufen sich allerdings auf Guru Ravidas, der einige Jahrzehnte vor Guru Nanak Dev geboren wurde. Ravidas stammte aus einer kastenlosen Familie und sorgte sich um eine Verbesserung der Situation der sogenannten “Unberührbaren”.

 

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