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Schicksal von Laudamotion und AUA entscheidet sich im Mai

Das Schicksal der AUA liegt in den Händen der Regierung - der österreichischen und deutschen..
Das Schicksal der AUA liegt in den Händen der Regierung - der österreichischen und deutschen.. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Das Überleben der heimischen Fluglinien AUA und Laudamotion hängt am seidenen Faden, ihr Schicksal soll sich in den nächsten Tagen klären. Und auch dann ist ein Überleben keinesfalls gesichert.

Im Mai dürfte sich entscheiden, wie es für die beiden größten heimischen Fluglinien, Austrian Airlines (AUA) und Laudamotion, weitergeht. Davon hängen auch der Flughafen Wien-Schwechat und dessen bisherige Ausbaupläne ab. Bei der AUA tagt am 20. Mai der Aufsichtsrat. Am selben Tag läuft bei Laudamotion ein Ultimatum ab: Der Mutterkonzern Ryanair droht mit der Schließung der Basis Wien.

Der AUA-Vorstand soll am 18. Mai einen belastbaren Plan für die Fortführung vorlegen, der auch die Wirtschaftsprüfer überzeugt und das nötige Testat bringt. Die Lufthansa-Tochter verhandelt derzeit mit Regierung über Staatshilfen von 767 Mio. Euro. Von Belegschaft und Lieferanten werden Kostenschnitte verlangt. Klarheit darüber könnte es am Montag, oder womöglich schon früher, geben, hieß es zur APA.

Ryanair gegen staatliche Hilfen

Allerdings muss vorher klar sein, ob und unter welchen Bedingungen der AUA-Mutterkonzern Lufthansa in Deutschland gerettet wird. Die Laudamotion-Mutter, Europas größter Billigflieger Ryanair, kritisiert staatliche Rettungsgelder für Airlines. Gegen die Beihilfen für Air France und SAS hat Ryanair bereits vor dem Europäischen Gerichtshof Einspruch eingelegt. In Österreich droht Ryanair-Chef Michael O'Leary ebenso mit Klage.

Ryanair droht auch den Laudamotion-Mitarbeitern in Wien. Wenn die rund 560 Piloten und Flugbegleiter nicht vor dem Feiertag nächste Woche auf einen Teil ihres Gehalts verzichten, werde die Airbus-Basis in Wien mit Ende Mai geschlossen. "Die Strecken von Lauda werden dann mit Wetlease-Flugzeugen von Buzz, Malta Air und Ryanair bedient und die Airbusse auf andere Bases verlegt", sagte Lauda-Chef David O'Brien vor zwei Wochen. Die Start- und Landerechte wurden bereits an Ryanair übertragen.

AUA-Überleben am seidenen Faden

Ob die Airline-Staatshilfen verpuffen oder der AUA und anderen europäischen Fluggesellschaften das Überleben sichern, hängt auch davon ab, ob eine zweite Ansteckungswelle verhindert werden kann und ob es 2021 tatsächlich einen wirksamen Impfstoff gibt. Die Businesspläne der AUA-Führung sind jedenfalls darauf ausgerichtet, dass der Neustart noch heuer, idealerweise im Sommer, erfolgt und dann in den nächsten Jahren langsam, aber stetig Normalität am Himmel über Europa einkehrt.

(APA/red)

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