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Scharfe Töne von Löw vor WM-Jahr: "Die Uhr tickt"

Bereit, aber wachsam ist Joachim Löw
Bereit, aber wachsam ist Joachim Löw
Joachim Löw hat vor dem Test-Länderspiel Deutschlands gegen Chile am Mittwoch ungewohnt scharfe Töne angeschlagen. Der Bundestrainer drohte unverhohlen mit prominenten Härtefällen und forderte seine WM-Kandidaten zu höchster Professionalität auf. "Die Uhr tickt. Nur wer sie hört, wird eine reelle Chance haben, dabei zu sein", warnte Löw am Montag in Stuttgart.


“Es ist ein Appell an alle, ein Weckruf für manche, dass sie ihr Training, ihren Lebenslauf und ihre Professionalität so nutzen, dass sie die letzten Monate bis zur WM optimal gestalten”, verkündete Löw. Es reiche nicht, dass Deutschland auf dem Papier ein Topteam habe, erklärte der 54-Jährige angesichts verletzter Akteure oder jenen ohne ausreichende Spielpraxis und Form wie Mario Gomez. “Wir brauchen bei der WM die besten verfügbaren Spieler, nicht die theoretisch besten.”

Grundvoraussetzung für ein persönliches WM-Ticket seien absolute Fitness und maximale Belastbarkeit. Eine Ausnahme würde Löw für Sami Khedira machen, der nach seinem Kreuzbandriss “sehr weit” im Aufbautraining sei. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid liefere mit seiner Persönlichkeit “einen Mehrwert” für die Mannschaft.

Alle WM-Kandidaten stehen demnach ab sofort unter scharfer Beobachtung. Am 8. Mai will Löw zunächst ein erweitertes Aufgebot nominieren, dass er bis zum FIFA-Meldeschluss am 2. Juni auf dann 20 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren muss. Das WM-Trainingslager findet ab 21. Mai im Südtiroler Passeiertal statt.

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