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Saving Mr. Banks - Trailer und Kritik zum Film

Wäre es nach ihrer Schöpferin gegangen, hätte "Mary Poppins" ursprünglich nie als Disney-Ikone auf die Kinoleinwand gefunden.Alle Spielzeiten auf einen Blick

Die holprige Begegnung zwischen der widerspenstigen Kinderbuchautorin P.L. Travers und “Micky Maus”-Vater Walt Disney 1961 liegt nun der rührseligen, nostalgischen Disney-Tragikomödie “Saving Mr. Banks” mit Tom Hanks und Emma Thompson zugrunde. Ab Donnerstag im Kino.

Saving Mr. Banks: Die Geschichte

“Ich hoffe, wir stürzen ab”, sagt P.L. Travers (Thompson), als sie in London ins Flugzeug steigt. Seit 20 Jahren ist Mogul Walt Disney (Tom Hanks) hinter den Rechten ihres Kinderbuchs “Mary Poppins”, dem Lieblingsroman seiner Töchter, her. Die Einladung der finanziell gebeutelten, australisch-britischen Autorin nach Los Angeles soll den Deal besiegeln. Vor Ort macht die auf förmliche Anrede bestehende, störrische Travers jedoch keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen das “vulgäre Amerika”, das ständig sonnige Kalifornien und die Pläne des Disney-Kreativteams, ihre geliebte Titelfigur samt Musical- und Animationseinlagen auf die große Leinwand zu bringen.

Dass sie ihre Forderungen nicht durchsetzen kann und die 1964 erscheinende Verfilmung Hits wie “Superkalifragilistischexpiallegetisch” und animierte Pinguine enthalten wird, wissen wir. Travers jedoch kämpft lange, dreht jedes Wort im Drehbuch bis hin zur Regieanweisung um und macht dem Unterhaltungs-Tycoon das Leben ebenso zur Hölle wie dessen Kreativteam rund um Drehbuchautor Don DaGradi (Bradley Whitford) und das Komponistenduo Richard und Robert Sherman (Jason Schwartzman, B.J. Novak). Erst spät wird ihnen klar, dass es für Travers bei “Mary Poppins” um viel mehr als eine fiktive Romanfigur geht.

Ob ihr resolutes Auftreten gegenüber einem der mächtigsten Männer Hollywoods, das kontinuierliche Zurechtweisen der geduldigen Kreativen oder die spitzzüngigen Bemerkungen gegenüber ihrem Chauffeur Ralph (Paul Giamatti): Emma Thompson als überspannter Britin in all ihrer Sturheit und Bissigkeit zuzusehen, ist pure Unterhaltung und lässt einen im Laufe des Films wünschen, es würde bei der komödiantischen Grundrichtung bleiben. Stattdessen verlagert sich der Fokus rasch auf den verborgenen Schmerz der Autorin, hervorgebracht durch bittere Tagträume von ihrer schwierigen Kindheit und illustriert mit unzähligen Rückblenden, in denen sich Colin Farrell unter der gleißenden australischen Sonne vom verspielten Vater zum rettungslosen Alkoholiker trinkt. “Mary Poppins und die Banks’ sind wie Familie für mich”, sagt Travers dann auch, weist doch etwa das fliegende Kindermädchen Parallelen zur eigenen, schroffen Tante auf und haben frühe Schicksalsschläge Travers – die eigentlich Helen Goff hieß – zu der kreativen, komplizierten Person gemacht, die sie heute ist.

Saving Mr. Banks: Die Kritik

Weniger am Pathos als an der Darstellung von Walt Disney stößt sich indes die amerikanische Kritik: Zuletzt von Meryl Streep in einer Rede vor dem US-Kritikerverband als “Frauenfeind” und “Rassist” bezeichnet, ist das einzige Laster des gutmütigen, väterlichen Saubermanns in “Saving Mr. Banks” das Rauchen. Das ist nicht zuletzt dem verantwortlichen Konzern hinter dem Streifen und der Besetzung von Publikumsliebling Tom Hanks geschuldet, feiert die Walt Disney Company doch mit ihrer Nostalgiereise einen ihrer populärsten Klassiker und damit sich selbst.

Die Hoffnung, mit “Saving Mr. Banks” die erste Oscar-Nominierung für eine Realverfilmung in der Königskategorie “Bester Film” seit “Mary Poppins” vor 50 Jahren zu ergattern, wurde indes nicht erfüllt. Der von Regisseur John Lee Hancock konventionell inszenierte Streifen wurde bei den diesjährigen Academy Awards weitgehend übergangen, was vor allem bei Hauptdarstellerin Emma Thompson wundert, die schon einen Golden Globe für die Rolle einheimste. Allein Komponist Thomas Newman ist für die Filmmusik im Oscar-Rennen, verschmilzt diese doch harmonisch mit den Ohrwürmern von einst und macht so “Saving Mr. Banks” zu einem Musical für sich.

(APA)

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