Sanierungsstart der Wiener Südosttan- gente: Vier Großprojekte laufen parallel

Ab Februar wird die Wiener Südosttangente zu einer Riesenbaustelle.
Ab Februar wird die Wiener Südosttangente zu einer Riesenbaustelle. ©APA (Sujet)
Die Wiener Südosttangente (A23) wird 2015 zur Riesenbaustelle, denn gleich vier Großprojekte sollen parallel für eine neue und bessere Hauptverkehrsader sorgen. Mehr Infos zu den Baustellen gibt es hier.

Insgesamt 291 Millionen Euro lässt sich die Asfinag den Sanierungsmarathon kosten. Während der Arbeiten bleiben zwar meist alle Spuren befahrbar, der Autobahnbetreiber empfiehlt jedoch ein großräumiges Ausweichen über die Ostautobahn (A4) sowie die Wiener Außenring Schnellstraße (S1). In Kooperation mit den ÖBB wird auch der Umstieg auf die Schiene nahe gelegt.

Großbaustelle Südosttangente

Außerdem möchte man die Autofahrer umfassend informieren: 35 elektronische Anzeigetafeln sollen genauso für mehr Durchblick sorgen wie Flyer-Aktionen an ausgewählten Zufahrtsstrecken.

“Der Vorteil ist, dass durch die vier parallel durchgeführten Projekte die Verkehrsführungen von einer Baustelle in die nächste greifen und dadurch optimiert werden können”, erklärte Thomas Pils, Gruppenleiter Bau Wien bei der Asfinag.

Praterbrücke: Sanierung ab 27. Februar

Den Anfang macht ab 27. Februar die Praterbrücke, die mit bis zu 200.000 Autos täglich die am stärksten befahrene Autobahnbrücke Österreichs ist. Gearbeitet wird heuer auf der Richtungsfahrbahn Süden. Dort müssen die Autofahrer mit engeren und im Laufe des Jahres mehrfach verlegten Spuren rechnen. Dafür sollen untertags alle Spuren befahrbar bleiben, nur in der Nacht und am Wochenende werden einzelne gesperrt.

Bis 2017 soll die Praterbrücke fertig sein, insgesamt 47 Millionen Euro wird sie kosten. “Natürlich wird es für die neuen Verkehrsführungen vor allem einen gewissen Gewöhnungseffekt brauchen”, betonte Pils. Auf der Praterbrücke sowie am Knoten Prater wird auch das Tempolimit auf 60 km/h herabgesetzt. Dennoch rechne man nicht mit “wesentlichen Verzögerungen”, so der Gruppenleiter.

Baustelle am Knoten Prater

Die Baustelle am Knoten Prater besteht bereits seit einem Jahr – gearbeitet wurde bis jetzt vor allem an den Ersatz- bzw. Entflechtungstragwerken links und rechts neben der Erdberger Brücke. Ab 2. März wird nun auch erstmals ein Teil des Verkehrs über diese Ersatzstrecken fließen. Wer von Norden kommend Richtung Flughafen will, muss bereits über das Tragwerk, auch die Abfahrt St. Marx ist nur noch so zu erreichen.

Im April soll dann mit dem Abbruch und Neubau der Erdberger Brücke begonnen werden – in dieser Zeit geht der gesamte Verkehr über die Entflechtungsstrecken.

Zusammen mit der neuen Brücke, die 2017 fertig werden soll, bilden die Ersatztragwerke dann den neuen “übersichtlicheren und auch sichereren” Knoten Prater. Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt veranschlagt die Asfinag mit 71 Millionen Euro.

Einspuriger Verkehr am Knoten Inzersdorf

Am Knoten Inzersdorf könnte es heuer zum einen oder anderen Stau kommen: Denn 2015 steht die Verbindung zwischen Südautobahn und Altmannsdorfer Straße auf dem Programm. Ab 9. März bis zum voraussichtlichen Ende der Arbeiten 2017 bedeutet das einspurigen Verkehr in jede Richtung.

Da ein Ausweichen auf andere Routen hier nicht möglich sei, appelliere man an alle Autofahrer, sich bereits frühzeitig in die richtige Spur einzuordnen, um Staus zu vermeiden, meinte Pilz. 44 Millionen Euro fließen in diese Sanierungsmaßnahme.

Ebenfalls ein Großprojekt: Hochstraße Inzersdorf

Das Großprojekt mit der längsten Bauzeit ist die Hochstraße Inzersdorf: Ab 30. März und bis 2018 wird der südlichste Teil der A23 Stück für Stück abgetragen und unter vollem Verkehr wieder aufgebaut. Das bedeutet im Laufe der Bauarbeiten insgesamt 15 verschiedene Spurführungen – laut Pils die einzige Möglichkeit, den Verkehrsfluss immer aufrecht zu erhalten.

Tagsüber bleiben alle Spuren sowie Auf- und Abfahrten geöffnet, nur in der Nacht und am Wochenende kommt es zu Sperren. Diese Baustelle ist nicht nur die aufwendigste, sondern auch die teuerste: 129 Millionen Euro wandern hier in neuen Belag, durchgehende Pannenstreifen und neuen, höheren Lärmschutz.

(APA/Red)

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