Samariterbund warnt vor Badeunfällen: "Ertrinken ist eine stille Gefahr"

In der Sommerhitze kommt es beim Baden im Freien jedes Jahr zu Unfällen - die im schlimmsten Fall tödlich enden
In der Sommerhitze kommt es beim Baden im Freien jedes Jahr zu Unfällen - die im schlimmsten Fall tödlich enden ©Pixabay (Sujet)
Tragisch: In Österreich gibt es jährlich durchschnittlich 40 bis 50 Todesfälle durch Ertrinken zu beklagen. Die höchste Gefährdung herrscht für Kinder. Der Samariterbund informiert und gibt Präventionstipps.
Badeunfälle mit Kindern: Erste Hilfe-Tipps

"Jährlich ertrinken durchschnittlich 40 bis 50 Menschen in Österreich. Besonders betroffen sind Kinder. Sie können bis zu einem Alter von ca. drei Jahren sogar bei geringer Wassertiefe lautlos ertrinken. Um Badeunfälle zu verhindern, müssen ein paar Sicherheitsregeln beachtet werden", sagt Erik Teumann, Vorsitzender der Samariterbund-Wasserrettung.

Sicherheit: Ins Wasser nur unter Aufsicht, früh zum Schwimmkurs

Jeder fünfte Unfall im Wasser endet mit bleibenden Beeinträchtigungen. Kinder müssen im Wasser von Erwachsenen immer beaufsichtigt werden, solange sie nicht selbst gut schwimmen können. Sie sollten so früh wie möglich ans Wasser gewöhnt werden und ab dem vierten Lebensjahr im Rahmen eines Kurses schwimmen lernen.

Nach langen Sonnenbädern und üppigem Essen kann ein Sprung ins Wasser aber auch für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer gefährlich sein. Daher sollte man sich vorher immer langsam abkühlen. "Der Samariterbund zeigt Jugendlichen und Erwachsenen im Rahmen eines professionellen Rettungsschwimmkurses die richtige Hilfeleistung bei Unfällen im Wasser", sagt Teumann.

Stille Gefahr: Ertrinken geschieht nicht spektakulär

Der Ertrinkungstod ist nicht spektakulär, der geht sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen leise vonstatten. Dadurch wird das Umfeld nicht aufmerksam. Jede Person, die in Wassernot war, muss ärztlich untersucht werden, da die Gefahr des sogenannten "sekundären Ertrinkens" besteht. Der beste Schutz gegen Wasserunfälle ist es, immer gemeinsam mit zumindest einer zweiten Person im Wasser zu sein, auch im Schwimmbad. Keine Beckenaufsicht ist in der Lage, alle Personen in einem Pool permanent zu beobachten.

"Jede im Wasser verletzte oder tote Person ist eine zu viel. Der Samariterbund steht deshalb für Hilfeleistungen sowie Schwimm- und Rettungsschwimmausbildungen zur Verfügung. Auch wenn alle wünschen, dass es heuer nur wenige Einsätze geben wird, üben die Wasserretterinnen und Wasserretter regelmäßig für den Ernstfall", so Teumann abschließend.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Ertrinkungsunfall

Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Ertrinkungsunfall mit Kindern werden auf YouTube in einem Kurzfilm des Samariterbundes gezeigt (siehe oben). Dieser Film kann keinen Erste-Hilfe-Kurs ersetzen, soll aber Mut machen, im Notfall aktiv zu werden.

(Red)

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