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Salzburgs Zukunftsvision: "Vier, fünf neue Spieler"

Kollektives Jubeln inklusive obligatorischer Bierduschen
Kollektives Jubeln inklusive obligatorischer Bierduschen
Red Bull Salzburgs letzter Schritt zum Gewinn des österreichischen Fußball-Meistertitels war symptomatisch für die Auftritte des erfolgreichen Titelverteidigers in den vergangenen Monaten. Beim Heim-1:1 am Samstag gegen Sturm Graz fehlte der Glanz, dennoch fuhren die "Bullen" das notwendige Resultat ein.


Die wenig berauschende Darbietung gegen die Steirer tat der Freude keinen Abbruch – die Salzburg-Profis bejubelten den dritten Titel en suite vor den Augen von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in “Meister 2016”-Leiberln und mit ausgiebigen Bierduschen. Die große offizielle Party steigt aber erst am kommenden Sonntag nach der Überreichung des Tellers im Heimspiel der letzten Runde gegen den WAC.

Trotzdem wurde schon nach der endgültigen Fixierung der siebenten Meisterschaft der Red-Bull-Ära Bilanz gezogen, und die fiel naturgemäß positiv aus. “Der Meistertitel gehört dem ganzen Team, dem Betreuerstab und den Fans”, erklärte der im Winter engagierte Trainer Oscar Garcia und bedankte sich auch bei seinen Vorgängern Peter Zeidler und Thomas Letsch.

Der größte Dank des Spaniers galt aber seinen Spielern. “Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, sie hat für den Meistertitel sehr hart gearbeitet.” Bei seinem Amtsantritt im Jänner war Oscar auf eine schwierige Saison eingestellt gewesen. “Es gab wichtige Abgänge und es sind sehr viele junge Spieler in der Mannschaft, denen ich immer wieder die Gelegenheit geben musste, zu spielen. Nur dadurch können sie besser werden und bekommen mehr Selbstvertrauen.”

Damit in der anstehenden Saison die Weichen noch früher auf den neuerlichen Titelgewinn gestellt werden, bedarf es wohl der einen oder anderen Verstärkung. Diesbezüglich gab es von Club-Geschäftsführer Jochen Sauer bereits positive Signale. “Wir werden dieser Mannschaft Qualität zuführen”, versprach der Deutsche.

Laut Sauer sollen im Sommer “vier, fünf neue Spieler” kommen. Gesucht werden unter anderem zwei Flügel, ein Zentrumsspieler und ein Stürmer. Zudem rechnet der Geschäftsführer auch mit einem Comeback des seit Monaten von Knieproblemen geplagten Christoph Leitgeb (“Er wird für uns noch sehr wertvoll sein”) und wies auf die Rückkehr des derzeit an Mönchengladbach verliehenen Martin Hinteregger hin.

Ob der Innenverteidiger aber tatsächlich die kommende Spielzeit in Salzburg bestreitet, darf bezweifelt werden. “Bei Hinteregger müssen wir schauen, wohin der Spieler tendiert. Grundsätzlich gehört er uns, damit kommt ein sehr guter Nationalspieler zurück”, sagte Sauer.

Weniger konkret in punkto Neuzugängen zeigte sich Sportdirektor Christoph Freund. Dafür plauderte der 38-Jährige über den sehnlichen Red-Bull-Wunsch, es endlich einmal in die europäische Königsklasse zu schaffen. “Wir haben jetzt einmal die Basis dafür gelegt, um in die Champions League zu kommen, und wir werden alles unternehmen, um optimal in diese Quali zu gehen.”

Oscar, der schon unmittelbar nach seinem Amtsantritt neue Spieler gefordert hatte, meinte zu diesem Thema lediglich: “Mich interessieren bis einschließlich zum Cupfinale nur die Spieler, die im Moment da sind.”

Die Kicker seines aktuellen Kaders hoben hervor, dass der Weg zum Titel deutlich steiniger als in den vergangenen beiden Saisonen gewesen sei. “Es war von Anfang an eine schwierige Saison, deshalb zählt dieser Titel umso mehr, weil wir schon sehr hart dafür arbeiten mussten”, meinte Goalie Alexander Walke.

Ähnlich äußerte sich Linksverteidiger Andreas Ulmer. “Der Stellenwert dieses Titels ist sehr groß. Wir hatten am Start Schwierigkeiten, dann kam das schmerzliche Aus in der Quali für die Champions League und die Europa League. Diese Rückschläge mussten wir erst einmal verkraften. Auch den Trainerwechsel sollte man nicht vergessen, weil wir mit den neuen Gegebenheiten wieder zurechtkommen mussten.”

Erfolgsgarant war neben Regisseur Naby Keita wieder einmal Jonatan Soriano, der mit 21 Liga-Saisontreffern vor seiner dritten Kür zum Torschützenkönig in Folge steht. “Es war eine Saison mit vielen Aufs und Abs. Wir sind als Team zusammengewachsen und verdient Meister geworden”, resümierte der Katalane.

Soriano fehlte gegen Sturm aufgrund einer Wadenverletzung, die auch einen Einsatz am 19. Mai im Cupfinale in Klagenfurt gegen die Admira fraglich erscheinen lässt. Bei den Feierlichkeiten am Samstag gesellte sich der Goalgetter mit seinen Kindern zu den Kollegen auf den Rasen – und wurde ebenso wie seine drei Töchter von Yasin Pehlivan mit Bier begossen. Davor hatte der Ex-Teamspieler schon Coach Oscar mit dem Gerstensaft durchnässt.

Allzu intensiv können sich die Meisterkicker allerdings nicht mit alkoholischen Getränken auseinandersetzen, schließlich wartet in den kommenden Tagen ein dichtes Programm. Am Mittwoch auswärts gegen Grödig und am Sonntag daheim gegen den WAC geht es noch einmal in der Liga zur Sache, ehe im Cupfinale das historische “Triple-Double” winkt.

Zu diesem Zeitpunkt könnte schon entschieden sein, ob die Salzburger in der kommenden Saison mit einem Stern über dem Wappen antreten. Aufgrund der sieben Meisterschaften in der Red-Bull-Zeit und der drei Titel von SV Austria Salzburg hätten sie die Berechtigung dazu, allerdings wurde von der Clubführung stets eine Trennlinie zum Vorgänger-Verein gezogen. Ob man bei der Liga trotzdem um einen Stern ansuchen wird, ließ man vorerst offen.

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