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Salzburgs Zu-Null-Serie gegen die Austria auf dem Prüfstand

Beide Clubs im neuen Jahr noch ungeschlagen.
Beide Clubs im neuen Jahr noch ungeschlagen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Nach drei Zu-Null-Siegen in der Bundesliga in diesem Jahr empfängt Titelverteidiger Salzburg im ÖFB-Cup-Viertelfinale die Austria. Der Auftritt am Samstag ist Teil eins von zwei Duellen mit den Wienern.

Diese gastieren am Mittwoch in der Liga erneut in Wals-Siezenheim. Die Rollen sind klar verteilt. Für Austria-Trainer Peter Stöger war eines klar: "Wir können die Überraschung schaffen - wenn bei uns alles optimal verläuft."

RB Salzburg und Austria Wien im Cup-Duell

Für die Salzburger ist es bereits das dritte Pokal-Duell en suite gegen einen Meisterschafts-Kontrahenten: In der zweiten Runde siegten die "Roten Bullen" in St. Pölten 3:0, im Achtelfinale dann zu Hause gegen Rapid klar mit 6:2. Die Bilanz nach den ersten drei Runden im neuen Jahr: Drei Spiele, drei Siege, 8:0 Tore. "Austria Wien ist besser als Altach, Ried und Hartberg", versicherte aber Salzburg-Trainer Jesse Marsch und sprach von einer "schwierigen Aufgabe" für sein Team.

"Sie haben Schnelligkeit vorne, sie verteidigen tief und sehr stark. Wir haben das schon in Wien gesehen, da war es nicht einfach für uns, Chancen zu finden. Das wird auch am Samstag und Mittwoch so sein. Und wir müssen aufpassen bei defensiven Umschalt-Situationen", warnte Marsch explizit vor der Konterstärke der Austria. Diese kam im jüngsten Saisonduell kaum zur Geltung. In Wien siegte Salzburg Ende Oktober mit 2:0, wobei die Gäste erst nach etwas mehr als einer Stunde das Abwehrbollwerk der Wiener knackten.

Seither hat die Austria defensiv zugelegt und einen Schritt nach vorne gemacht, wie Stöger anmerkte. Beton werden die Favoritner auch in der Red-Bull-Arena anrühren und auf Konter über ihre schnellen Offensivspieler hoffen. "Fakt ist, in jeder Partie hast du Möglichkeiten, egal wie groß der Qualitätsunterschied ist. Eine Chance ergibt sich immer", betonte Stöger. Die Stimmung im Kader sei positiv und zuversichtlich. Zwei Siege und ein Remis haben die Austrianer gegen Ried, die Admira und die WSG Tirol im Frühjahr erreicht. Wie Marsch merkte jedoch auch Stöger an: "Das ist jetzt eine andere Qualität, die auf uns zukommt."

Personell wird die Austria auf die Mittelfeldakteure Eric Martel und Thomas Ebner verzichten müssen, die gegen die WSG zuletzt verletzt ausfielen. Bei Martel scheint sich die zunächst befürchtete schwere Bänderverletzung im Sprunggelenk nicht als solche entpuppt zu haben. Die 18-jährige Leipzig-Leihgabe wird vorerst aber kein Mannschaftstraining bestreiten. Ohnehin würden gegen Salzburg nur voll fitte Spieler antreten, bekräftigte Stöger. "Da können wir auch nichts riskieren, weil die nächsten Wochen sehr entscheidend für uns sind."

Austria will noch Sprung in die Meistergruppe schaffen

Als Tabellen-Siebenter hat die Austria die Hoffnung auf den Sprung in die Meistergruppe noch nicht aufgegeben. Der kürzeste Weg auf die internationale Bühne ergibt sich freilich im Cup. Im Halbfinale stand die Austria - die den Bewerb 27 Mal gewonnen hat - zuletzt 2016. Damals setzte es ein 2:5 in Salzburg.

Salzburg muss in der Abwehr weiterhin auf Bernardo (Knieverletzung) und Maximilian Wöber (Oberschenkelprobleme) verzichten. Ersatztormann Carlos Coronel befindet sich dagegen aktuell in Transfergesprächen und steht deshalb nicht im Kader.

(APA/Red)

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