Salzburger Olympia-Affäre: Ermittlungen auch gegen Wallner

In der Salzburger Olympia-Affäre hat nun die Staatsanwaltschaft weitere Beschuldigte im Visier: Die Ermittlungen wurden auf den früheren Präsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Leo Wallner, einen ehemaligen ÖOC-Kassier und zwei weitere Beschuldigte ausgedehnt.
In der Tageszeitung “Kurier” (Donnerstagausgabe) belastet der damalige ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth Wallner und Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ). Beide dementierten die Vorwürfe.
In einer Stellungnahme an die Zeitung schreibt Jungwirth, er habe von Wallner und Schaden, der Aufsichtsratschef der Bewerbung Salzburgs um die Winterspiele 2014 war, Aufträge zur diskreten Abwicklung erhalten. So habe es im Zuge der Bewerbung ein Treffen mit dem ehemaligen IOC-Chef Juan Antonio Samaranch in Barcelona gegeben. Dabei habe Samaranch Schaden und Wallner eröffnet, “welche Personen unbedingt von Salzburg ‘unter Vertrag’ zu nehmen waren, welche Medien mit Inseraten versorgt werden sollten und ohne welche Meinungsbildner die Bewerbung aussichtslos sei. Ich notierte alle Details, und noch am Heimweg bekam ich von Wallner und Schaden den Auftrag: ‘Heinz, das regelst du vertraulich über das ÖOC bzw. den Förderverein’“, so Jungwirth.
Wallner und Schaden dementieren

Wallner dementierte laut Kurier bisher alle Vorwürfe. Und auch Schaden wies die Aussagen zurück. “Richtig ist, dass wir am Beginn der Bewerbung bei Samaranch waren und uns von ihm Ratschläge einholten. Alles Weitere ist jedoch frei erfunden. Das ist schlicht ein Ablenkungsmanöver von Heinz Jungwirth, dessen Verfahren ja bei der Staatsanwaltschaft anhängig ist. Er will mit diesen Aussagen nur seine eigene Rolle im Förderverein kaschieren”, so der Bürgermeister in einer Aussendung.

Mitte August hat die Staatsanwaltschaft Salzburg die Liste der Verdächtigen erweitert. “Wir ermitteln seither gegen neun Beschuldigte“, erklärte der stellvertretende Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, Marcus Neher, am Donnerstagnachmittag gegenüber der APA.

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