Salzburger Festspiele: Intendant Jürgen Flimm zufrieden

Salzburg- Stadt - Der Intendant der Salzburger Festspiele Jürgen Flimm ist - zehn Tage nach Beginn - mit dem Verlauf des diesjährigen Festivals zufrieden, besonders mit der Uraufführung der Wolfgang-Rihm-Oper "Dionysos".
“Ich bin sehr froh und glücklich darüber, dass das so ein überwältigender Erfolg war”, sagte Flimm. Die Kritik des früheren Intendanten Gerard Mortier, Flimm vernachlässige Salzburg, wies er zurück.

Gerard Mortier – er leitete die Salzburger Festspiele von 1991 bis 2001 und ist zurzeit Chef des Teatro Real in Madrid – hatte Flimm die Vernachlässigung des Kulturspektakels an der Salzach vorgeworfen. “Der Mortier gockelt immer um die Festspiele rum wie ein verlassener Liebhaber”, so Flimms Reaktion. Mortier sei anscheinend von Heimweh gerührt. Er wisse genau, wie schwierig es in Salzburg sei. Regelmäßig vor Beginn der Festspiele geäußerte Kritik sei naseweis: “Den Anspruch an Salzburg erheben immer die, die nicht hier arbeiten. Die sitzen irgendwo beim Rotwein – das ist einfach. Es zu machen ist sehr, sehr, sehr schwer.”

Unglaubliche Vielfalt in Salzburg
Der hohe künstlerische Anspruch an die Salzburger Festspiele ist aus Sicht ihres scheidenden Intendanten aber oft überzogen. “Festspiele sind genauso wegweisend, wie Stadttheater wegweisend sind”, sagte Flimm. Theater und Opernhäuser trenne von Festspielen der tägliche Betrieb mit mehr als 200 Aufführungen im Jahr: “In der Ernsthaftigkeit und in dem Findungsprozess gibt es überhaupt keinen Unterschied.” Das Besondere an Salzburg sei, dass es sechs Wochen im Jahr eine unglaubliche Vielfalt an kulturellem Angebot gebe. “Festspiele sind im Sommer und dann kommen alle frohgemut zusammen und da gibt es gleichzeitig Oper, Schauspiel und tolle Konzerte“, so seine Definition des Traditionsfestivals.
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