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Salzburg verteidigte mit 1:1 bei Rapid Vier-Punkte-Vorsprung

Kein Sieger im Schlagerspiel der Bundesliga
Kein Sieger im Schlagerspiel der Bundesliga
Ohne den erkrankten Trainer Oscar Garcia hat Doublegewinner Salzburg im Schlager der 29. Runde bei Rapid seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf die Wiener an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga immerhin verteidigt. Im Duell der beiden bisher offensivstärksten Teams verwandelten die "Bullen" am Sonntag einen Rückstand noch in ein 1:1 und dürfen sich als moralischer Sieger fühlen.


Louis Schaub brachte Rapid nur eine halbe Minute nach Wiederbeginn in Führung (46.) und beendete damit auch die drei Spiele währende Torsperre der Hütteldorfer, die aber nun schon vier Partien en suite sieglos sind. Ein Premieren-Treffer des 19-jährigen Kroaten Duje Caleta-Car brachte den in der ersten Hälfte enttäuschenden Salzburgern aber noch den nicht unverdienten Ausgleich (75.).

Salzburg, das nun sieben Spiele en suite ungeschlagen ist, konnte seine Auswärtsschwäche auch im richtungsweisenden Duell nicht völlig ablegen: Die jüngsten neun Liga-Gastspiele brachten mit dem 2:1 am 7. Februar bei der Admira nur einen einzigen Sieg. Gegen Rapid sind die Salzburger aber auswärts nunmehr seit vier Spielen ungeschlagen.

Bei Rapid kamen Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner im Vergleich zum 0:1 in Ried wieder in die Startelf. Die Salzburger, bei denen Ruben Martinez und Rene Aufhauser die Agenden des an einem grippalen Infekt leidenden Garcia übernahmen, setzten einmal mehr auf die Doppelspitze Jonatan Soriano/Hwang Hee-chan und boten im Mittelfeld auch Kreativmotor Naby Keita auf, der zuletzt nach einem Spiel der Afrika-Cup-Quali kollabiert war.

Die erste Hälfte gestaltete sich vor 24.800 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion über weite Strecken sehr zerfahren. Zahlreiche Fouls und leichte Ballverluste prägten das Geschehen, das sich zumeist im Mittelfeld abspielte. Rapid arbeitete sich nach guten Anfangsminuten der Gäste ins Spiel und war bis zur Pause leicht feldüberlegen. Der Spielaufbau der enttäuschenden Salzburger blieb hingegen Stückwerk, schnelle Bälle in die Spitze waren das allerdings ineffektive Mittel der Wahl.

Wirklich gefährlich wurde es für die “Bullen” aber erst in der 30. Minute, als sich Steffen Hofmann kurz vor dem Sechzehner den Ball schön herrichtete, dann aber großes Pech hatte: Sein Schuss prallte von Innenstange zu Innenstange und landete schließlich in den Händen des schon geschlagenen Goalies Alexander Walke. Noch vor der Pause fand Schaub mit einem Kopfball an die Außenstange (37.) und bei einem leicht abgefälschten Schuss aus zwölf Metern, den Walke parierte, Chancen auf das 2:0 vor.

Die Belohnung folgte dann rund 30 Sekunden nach dem Wiederbeginn. Nach einer schönen grün-weißen Kombination bediente Florian Kainz Schaub, der erst Caleta-Car aussteigen ließ und dann sicher einschoss. Es war das erste Tor des 21-Jährigen seit dem 18. Oktober des Vorjahrs.

Es war ein Weckruf für die Salzburger, bei denen bald Yordy Reyna Hwang ersetzte (56.). Rapid ließ sich in der Folge weiter zurückdrängen, eine echte Chance hatte aber nur Soriano, dessen Schuss aus dem Lauf Strebinger entschärfte (66.). Rapid räumte dem Gegner aber immer wieder Möglichkeiten aus Standards ein, einer davon brachte schließlich auch den Ausgleich: Caleta-Car war nach einem scharf geschossenen Freistoß von Andreas Ulmer maßgenau per Kopf zu Stelle und durfte erstmals in seinem 31. Bundesligaspiel über einen Treffer jubeln.

In einer offenen Schlussphase verfehlte Mario Pavelic aus rund 20 Metern den Kasten der Salzburger nur knapp (79.) und schoss der eingewechselte Deni Alar über das Tor (83.).

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