Salzburg nach Arbeitssieg gegen Lewski Sofia vor EL-Aufstieg

Der FC Salzburg steht bereits vor dem Aufstieg ins Sechzehntelfinale der UEFA Europa League. Am Donnerstagabend besiegte der österreichische Meister den bulgarischen Champion Lewski Sofia durch ein Goldtor von Dusan Svento (45.) 1:0 und hat nach drei Siegen in drei Matches im Rückspiel in Bulgarien (5.11.) nunmehr die Möglichkeit, den Aufstieg in der Gruppe G vorzeitig zu fixieren.
Salzburg vs. Lewski Sofia

Die Salzburger mussten ohne ihren Topstürmer Marc Janko auskommen, der wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel nicht im Kader stand. An seiner statt sollte Routinier Alexander Zickler als Solospitze für Tore sorgen. Ansonsten setzte Salzburg-Trainer Huub Stevens exakt auf die 4-1-4-1-Formation, die seit dem Europa-League-Sieg bei Lazio Rom stets sein Vertrauen erhalten hatte.

Zickler konnte Janko jedoch nicht ersetzen, stand oft im Abseits und tat sich gegen die Bulgaren, die im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Georgi Iwanow sehr defensiv auftraten, äußerst schwer. In der 75. Minute wurde er durch Djordje Rakic ersetzt. Lewski überließ Salzburg das Spiel, den Gastgebern fehlte aber meist die Durchschlagskraft. Aus einem Fehler von Lewski-Goalie Georgi Petkow (18.), der den Ball nach einem Corner fallen gelassen hatte, schlug Salzburg kein Kapital. Petkow besserte seinen Fehler aus und hielt den Nachschuss von Nikola Pokrivac.

Dusan Svento sorgte mit einer Einzelaktion in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für das erlösende Führungstor. Nach einem Einwurf von Christian Schwegler ließ Somen Tchoyi den Ball zu Svento durch, der aus 20 Metern abzog und Petkow mit einem präzisen Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Das Tor kam zum idealen Zeitpunkt, denn auch die auf eine gesicherte Abwehr bedachten Bulgaren hatten ihre Chancen.

Die größte vergab Christo Jowow, der in der 20. Minute aus kurzer Distanz nur die Stange traf. Danach traute sich Lewski mehr und war durch Schüsse von Nikolaj Dimitrow (25., 32.) und Georgi Sarmow (40.) einigermaßen gefährlich. Sarmow (51.) sorgte auch direkt nach dem Seitenwechsel mit einem Freistoß für Torgefahr, Salzburgs sicherer Schlussmann Eddie Gustafsson hielt jedoch ohne Probleme.

Die Salzburger kontrollierten auch nach der Pause das Spiel, Lewski probierte sich in der Offensive, war jedoch limitiert. Svento hatte in der 61. Minute nach einer tollen Kombination auf dem linken Flügel die Chance auf seinen zweiten Treffer, legte sich den Ball aber zu weit vor. Salzburg spielte die Partie ruhig und mit viel Geduld zu Ende. Rakic (79.) köpfelte nach einem Corner drüber, Simon Cziommer traf in der 82. Minute, sein Tor wurde aber seiner Abseitsstellung wegen zu Recht aberkannt.

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): “Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben es uns aber selbst über 90 Minuten schwer gemacht. Wir haben unsere Chancen nicht genützt. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht so gespielt, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte. Wir hätten mehr Ruhe gebraucht. Die haben wir aber nicht gehabt. Aber letztendlich haben wir wieder drei Punkte. Aber es sind noch drei Spiele zu spielen.”

Antoni Sdrawkow (Co-Trainer Lewski): “Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel. Salzburg hatte meiner Meinung nach weniger klare Torchancen als wir. Leider haben wir einen groben Fehler gemacht, der zum Gegentor geführt hat. Wenn man ein Spiel gewinnen will, muss man aber auch ein Tor erzielen. Salzburg ist physisch eine stärkere Mannschaft als wir. Das ist im Fußball aber nicht alles. Technik und spielerische Qualitäten spielen auch eine Rolle.”

Alexander Zickler (Salzburg-Stürmer): “Wir haben gewusst, dass es das schwierigste Spiel von allen wird – auch wegen der Erwartungshaltung. Wir haben uns nicht einfach getan, aber wir haben nach dem Tor das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen. Wir werden jetzt alles daran setzen, den Sack zuzumachen.”

Fußball-Europa-League vom Donnerstag – Gruppe G, 3. Runde
Red Bull Salzburg – Lewski Sofia 1:0 (1:0)
Stadion Wals-Siezenheim, 17.888 Zuschauer
SR Hannes Kaasik (EST)

Tor:
1:0 (45.+2) Svento

Salzburg: Gustafsson – Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer – Schiemer
– Tchoyi, Leitgeb (80. Cziommer), Pokrivac, Svento (91. Vladavic) –
Zickler (75. Rakic)

Lewski:
Petkow – Milanow (46. Benzoukane), Miliew, Genew, Minew – Ze
Soares, Baltanow, Sarmow, N. Dimitrow (65. Joaozinho) – Bardon (56.
Hristow), Jowow

Gelbe Karten:
Pokrivac bzw. Baltanow, Jowow, Petkow
Die Besten: Svento, Pokrivac, Schiemer bzw. Miliew, Jowow

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