Salzburg nach 8:0-Torfestival gegen Admira an Tabellenspitze

Soriano traf zweimal
Soriano traf zweimal
Red Bull Salzburg steht erstmals in dieser Saison an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Mit einem 8:0-Heimerfolg über Admira Wacker Mödling schoben sich die Salzburger in der 12. Runde zumindest bis Sonntag an Rapid, das zum Schlusslicht WAC muss, vorbei. Knappere Siege feierten die Wiener Austria gegen den SV Grödig (2:1), Sturm Graz gegen SCR Altach (3:1) und der SV Mattersburg in Ried (1:0).


Die Admira fuhr auch nach dem neunten Spiel in Salzburg seit dem Wiederaufstieg 2011 mit leeren Händen nach Hause. Mit einer bärenstarken Offensivleistung gegen die bis dahin beste Defensive der Liga (12 Gegentore) startete die Elf von Trainer Peter Zeidler aus der Länderspielpause. Jonatan Soriano (31., 53.) und Valon Berisha (44., 70.) jeweils im Doppelpack.

Naby Keita (56.), Takumi Minamino (64.), Omer Damari (75.) und Hany Mukhtar (86.) sorgten vor 7.715 Zuschauern in Wals-Siezenheim für den höchsten Saisonerfolg des Doublegewinners. Es war gleichzeitig der höchste Sieg in der Liga seit dem 10. August 2014. Damals hatten die “Bullen” im Lokalderby den SV Grödig 8:0 überrannt.

Die Austria feierte am Samstag ihren dritten Sieg en suite. Das war den Violetten seit November 2013 nicht mehr gelungen. Nach dem 2:1-(2:0)-Erfolg gegen den SV Grödig verbesserten sich die Wiener vorerst auf den zweiten Tabellenplatz. Grödig ist unverändert Siebenter.

Alexander Gorgon brachte die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink, die am Sonntag bei einem Rapid-Sieg wieder auf Rang drei rutschen würde, mit einem Doppelschlag (20. und 43. Minute) bereits vor dem Pausenpfiff auf die Siegerstraße. Der Führende der Bundesliga-Schützenliste hält nun bei neun Saisontreffern. Die Grödiger bekamen abgesehen von der Schlussphase, in der Sandro Djuric mit einem Distanzhammer traf (77.), nie Zugriff auf das Spiel.

In den letzten zehn Minuten wogte das Spiel hin und her. Grödig schaffte es aber nicht mehr, wirklichen Druck auf das Tor von Almer aufzubauen. Die Austria brachte ihrerseits wieder zusammenhängende Offensivaktionen zustande, ein Tor gelang aber nicht mehr.

Auch Sturm Graz befindet sich im Aufwind. Die Steirer setzten sich vor eigenem Publikum gegen den SCR Altach durch Treffer von Roman Kienast (2., 68.) und Michael Madl (11.) beziehungsweise Hannes Aigner (65.) mit 3:1 (2:0) durch, liegen aber trotz vier Siegen in den jüngsten fünf Pflichtspielen in der Tabelle weiterhin nur an der sechsten Stelle.

Sturm hatte das Match bis zum Schluss im Griff und verabsäumte es durch schlampig ausgeführte Konter, einen deutlicheren Sieg herauszuschießen. Dennoch setzten die Steirer mit ihrem erst zweiten Saisonerfolg vor eigenem Publikum ihre imposante Heimserie gegen die Vorarlberger fort: In bisher neun Duellen mit Altach in Graz gelangen acht Siege und ein Remis.

Matterburg reichte indes ein Tor zum Auswärtssieg in Ried. Zwei Wochen nach der ernüchternden 0:4-Heimschlappe gegen Admira fand der Aufsteiger zurück in die Erfolgsspur. Vor 3.079 Zuschauern in der “Keine-Sorgen-Arena” sorgte Michael Perlak (74.) für den aufgrund der zweiten Hälfte verdienten sechsten Saisonsieg der Burgenländer.

Die Oberösterreicher, die bisher erst neun Tore erzielt haben, konnten in der Schlussphase offensiv nicht mehr zusetzen. Die Gäste brachten den Vorsprung relativ sicher über die Zeit. Während Mattersburg mit 19 Punkten nur noch einen Zähler hinter der viertplatzierten Admira liegt, verpassten die neuntplatzierten Oberösterreicher (9 Punkte) den angestrebten Befreiungsschlag in der Tabelle.

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