Salzburg kann sich im Frühjahr nur selbst stoppen

Salzburg auf dem Weg zum Meistertitel
Salzburg auf dem Weg zum Meistertitel
Das Bundesliga-Frühjahr könnte zu einem Triumphzug werden. Red Bull Salzburg dürfte sich auf dem Weg zum Fußball-Meistertitel nur selbst stoppen können. Nach einem Arbeitssieg zum Jahresabschluss in Innsbruck (1:0) gehen die Bullen mit elf Punkten Vorsprung in die ausständigen 15 Runden. Zudem hat der Tabellenführer noch ein Nachtragsspiel am 2. Februar in Wr. Neustadt in der Hinterhand.


Die Winterpause ist entsprechend kurz, die Salzburger können aber auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Zu diesem Zweck versammelte Trainer Roger Schmidt sein Team am Donnerstagvormittag noch einmal zu einer abschließenden Besprechung. Trainingsstart ist am 5. Jänner, am Kader dürfte sich im Gegensatz zur Konkurrenz in der Winterpause nur wenig bis gar nichts ändern.

Zu eindrucksvoll ist die Form, mit dem das Schmidt-Team die Liga im Herbst dominiert hat. Im abgelaufenen Kalenderjahr erzielten die Salzburger in allen 51 Pflichtspielen zumindest einen Treffer. Zum Abschluss in Innsbruck war es allerdings nur einer durch Andreas Ulmer. “Wir haben gewusst, dass wir nichts geschenkt bekommen”, erinnerte Schmidt. “Es war klar, dass es ein Arbeitssieg werden könnte.”

Mittlerweile haben die Bullen aber auch die Klasse, Kampfspiele für sich zu entscheiden. “Grundsätzlich können wir uns nur selbst im Weg stehen”, meinte Außenverteidiger Ulmer. “Wenn wir so weiterspielen und fokussiert bleiben, kann uns keiner stoppen.” Zumindest nicht in der Liga. Mit elf Punkten Rückstand ist Aufsteiger Grödig erster Verfolger. Die Wiener Großclubs Rapid und Austria liegen bereits 15 bzw. 16 Zähler zurück.

Rapid ist nach einem 0:2 bei Sturm Graz bereits vier Ligaspiele sieglos, hat dabei nur ein Tor und einen Punkt gemacht. “Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass wir viele Ups und Downs haben werden”, erinnerte Trainer Zoran Barisic. “Aber unser junges Team hat sich in den vergangenen Monaten entwickelt.” Mit dem Deutschen Andreas Müller wurde am Donnerstag zudem noch vor Weihnachten der neue Sportdirektor präsentiert.

Sturm schöpfte mit dem Dreipunkter zum Jahresende neue Hoffnung – und sorgte für etwas Ruhe im Verein. “Das war definitiv das richtige Zeichen, aber das macht einen turbulenten Herbst nicht wett”, erinnerte Generalmanager Gerhard Goldbrich. Die Grazer überwintern auf dem sechsten Tabellenplatz, auf den viertplatzierten Meister Austria fehlen aber lediglich vier Punkte.

Aufgegeben hat Sturm den Kampf um die Europacupplätze noch lange nicht. “Der Abstand zum vierten Platz ist nicht so groß, es ist noch vieles möglich”, meinte Trainer Darko Milanic. Mit dem Auftritt gegen Rapid war er zufrieden. “Auf uns wartet im nächsten Jahr viel Arbeit”, sagte Milanic. “Doch wir sind auf dem Weg, auf dem wir sein wollen”, ergänzte Goldbrich.

Sturm zog vor der Meisterschaftspause am WAC vorbei, der vor lediglich 1.100 Zuschauern in Wiener Neustadt ein 1:1 erreichte. In Summe kamen zu den fünf Spielen der 21. Runde vielerorts bei Minusgraden lediglich rund 17.500 Besucher. Das ist ein Schnitt von 3.500 und der geringste Wert in der Bundesliga seit mehr als 16 Jahren. Mitte April 1997 waren in der 27. Runde 16.500 Zuschauer (3.300 pro Spiel) gezählt worden.

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