Salzburg in Champions-League-Quali nur 1:1 gegen Zagreb

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Red Bull Salzburg fährt so wie nach Dublin auch nach Zagreb mit einem 1:1 aus dem Heimspiel. Österreichs Fußball-Meister musste sich am Mittwoch im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde so wie vor zwei Wochen gegen Bohemains auch gegen den kroatischen Champion Dinamo Zagreb mit einem 1:1 (1:0) begnügen.
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Ein haarsträubende Fehler von Verteidiger Franz Schiemer ermöglichte den Kroaten in der 63. Minute durch Mario Mandzukic der Ausgleich, nachdem Alexander Zickler die Roten Bullen unmittelbar vor der Pause in Führung gebracht hatte.

Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens muss daher im Rückspiel am kommenden Dienstag (20.15 Uhr in Zagreb) gewinnen oder ein Remis mit mindestens zwei Treffern holen, um den Aufstieg in die vierte und letzte Qualifikationsrunde zu schaffen und im vierten Anlauf die Chance auf den erstmaligen Aufstieg in die Königsklasse zu wahren.

Nicht helfen kann nächsten Dienstag allerdings Marc Janko. Am Mittwoch hatte er zunächst von der Ersatzbank aus zusehen müssen, weil Zickler den Vorzug als Solo-Spitze erhalten hatte. Nach einem Frustfoul in der 77. Minute kassierte Janko die zweite Gelbe Karte im Bewerb und ist damit gesperrt. “Es ist nicht wichtig, was im Vorjahr war, sondern was jetzt ist. Bisher hat Marc die Leistung noch nicht gebracht”, begründete Stevens, warum er für Österreichs Torschützenkönig der Vorsaison (39 Tore) nur Platz auf der Ersatzbank hatte. Er bewies damit eine glückliche Hand.

In einer schnellen Partie und einem offenen Schlagabtausch war Dinamo Zagreb zunächst die bessere Mannschaft und deutete gleich in der Anfangsphase bei Schüssen von Jungstar Mandzukic (4., 6.) die Gefährlichkeit an. Die Kroaten zeigten technisch guten Fußball, kamen mit schnellem Kombinationsspiel immer wieder in gute Positionen, der letzte Pass allerdings kam selten an.

Salzburg hatte Probleme im Spielaufbau, bekam die Partie aber nach etwa 20 Minuten in den Griff. Tchoyi, der einen Direktschuss einem Stanglpass auf Leitgeb vorzog (17.), und Vladavic mit einem Distanzschuss hatten die aussichtsreichsten Aktionen der Heimischen. Ehe wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff Zickler seine Aufstellung rechtfertigte. Tchoyi hatte sich auf der rechten Seite gegen Glavina mit ein bisschen Ballglück und einem leichten Kontakt mit dessen Fuß durchgesetzt, seine Hereingabe verwertete der Routinier aus knapp 11 m zur Führung.

Die zweite Hälfte begann mit dem Verweis von Sportdirektor Mamic auf die Tribüne. Auf dem Rasen übernahmen wieder die Gäste das Kommando, doch erst ein kapitaler Fehler ermöglichte den Kroaten den Ausgleich. Schiemer wollte einen langen Pass aus der kroatischen Verteidigung mit der Brust zurück auf Torhüter Gustafsson spielen, doch Mandzukic spritzte dazwischen und überhob Gustafsson. Ein Treffer ähnlich jenem, der Salzburg beim 1:0-Sieg vor einer Woche in Dublin gegen Bohemians kurz vor Schluss doch noch den Aufstieg beschert hatte.

Nach Chancen von Tchoyi (67., Abwehr von Torhüter Butina) und Papadopoulos nach Patzer von Sekagya (68.) holte Trainer Stevens seinen Torschützen vom Feld und schickte Janko (70.) und wenig später Flügelflitzer Jezek (73.) ins Spiel. Doch die Kroaten kontrollierten weiter das Spiel, Salzburg konnte nicht zusetzen. Die größte Chance auf den Siegestreffer in der hektischen Schlussphase hatte Verteidiger Dudic mit einem Kopfball nach einem Eckball (91.). In der Nachspielzeit kassierte Mandzukic Gelb-Rot und ist damit ebenfalls für das Rückspiel gesperrt, Schiedsrichter-Assistent Martin Wilczek wurde von einer Gegenstand aus dem Zuschauerraum getroffen und kam mit einem Cut in die Kabine.

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