Salzburg gewann in Europa League 3:0 gegen Esbjerg

Wenig Probleme der Mozartstädter mit den Dänen
Wenig Probleme der Mozartstädter mit den Dänen
Red Bull Salzburg hat einen alleinigen Eintrag in den Geschichtsbüchern der Fußball-Europa-League sicher. Die Mozartstädter schafften es als erstes Team überhaupt, die Gruppenphase des Bewerbs zweimal (zuvor 2009/10) mit dem Punktemaximum zu beenden. Der 3:0-Sieg am Donnerstagabend im "Gruppe-C-Finale" gegen Esbjerg war völlig verdient.


Die Salzburger hätten sich für den Gruppensieg sogar ein Unentschieden oder eine 0:1-Niederlage gegen den schwächelnden dänischen Cupsieger leisten können. Esbjerg war allerdings erwartungsgemäß zu schwach, um Österreichs überlegenen Bundesliga-Tabellenführer ernsthaft zu gefährden. Sadio Mane (19., 63.) und Kevin Kampl (58.) sorgten für klare Verhältnisse und den achten internationalen Erfolg (zwei im Play-off) in Serie. Nur die eigene Abschlussschwäche, allen voran von Alan, verhinderte einen richtigen Kantersieg.

Durch den Gruppensieg mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 15:3 haben die Salzburger jetzt auch im Sechzehntelfinale, in dem auch acht in der Champions League ausgeschiedene Teams dabei sind, im Rückspiel Heimrecht. Die Auslosung dafür erfolgt am Montag (13.00 Uhr) in Nyon.

Die “Bullen” waren voll motiviert, kamen allerdings nur schwer in die Partie. In der ersten Viertelstunde boten die Dänen absolut Paroli, den Salzburgern gelang wenig, Abspielfehler standen auf der Tagesordnung. Nach der ersten guten Möglichkeit der Gäste von Mick van Buren, der einen Volleyschuss danebensetzte (18.), wachten die Gastgeber allerdings auf und legten den Schalter um. Quasi postwendend fiel auch der Führungstreffer: Kampl setzte sich im Strafraum durch, seinen Querpass konnten Goalie Frederik Rönnow und Innenverteidiger Jens Berthel Askou nicht entscheidend klären, und Mane staubte aus sechs Metern ab (19.).

Während die Gäste nur mehr auf Konter lauerten und dabei nur einmal durch Kapitän Hans Henrik Andreasen gefährlich wurden (25.), hätten die Salzburger den Sack vorzeitig zumachen müssen. Der Brasilianer Alan, der beim 2:1 im “Hinspiel” noch beide Tore erzielt hatte, erwies sich allerdings als Chancentod. Der Solostürmer kam aus 18 Metern alleine stehend vor Rönnow zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig, und der kullerte knapp am Tor vorbei (29.). Vier Minuten später fand Alan eine noch viel bessere Möglichkeit nach schöner Kombination über Kampl und Florian Klein vor, haute das Leder aber aus vier Metern drüber, anstelle es ins leere Tor zu rollen.

Nach der Pause brachte Alan zwar zum zweiten Mal das Kunststück zustande, aus vier Metern nach einer kurzen Rönnow-Abwehr den Ball über das Tor zu knallen (57.), seine Kollegen sprangen für ihn aber in die Bresche. Kampl traf nach Mane-Vorarbeit mit links ins Kurze Eck (58.). Fünf Minuten später musste Mane den Ball nach Alan-Querpass nur mehr über die Linie drücken (63.). In der Schlussphase schonten die Salzburger dann auch bereits Kräfte für das anstehende Prestigeduell gegen die Wiener Austria in der Meisterschaft.

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