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Salvini droht "Sea-Watch 3" mit Schiffskonfiszierung

Italien pocht auf eine gerechte Verteilung von Geflüchteten auf alle EU-Staaten.
Italien pocht auf eine gerechte Verteilung von Geflüchteten auf alle EU-Staaten. ©AP
"Die 'Sea-Watch 3' soll nicht daran denken, Schleppern zu helfen, Migranten an Bord zu nehmen und auf Italien zu steuern, denn man wird sie mit jedem legalen Mittel stoppen."

Der italienische Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini droht der deutschen NGO Sea-Watch mit der Konfiszierung ihres Schiffes “Sea-Watch 3”, sollte es Migranten nach Italien bringen. Die “Sea-Watch 3″ ist nach Angaben der NGO wieder zu einer Rettungsmission von Migranten im Mittelmeer aufgebrochen.”Die ‘Sea-Watch 3’ soll nicht daran denken, Schleppern zu helfen, Migranten an Bord zu nehmen und auf Italien zu steuern, denn man wird sie mit jedem legalen Mittel stoppen. Diese Warnung gilt auch den Nostalgikern der ‘offenen Häfen’, die im italienischen Parlament sitzen”, warnte Salvini auf Facebook.

Die “Sea-Watch 3” fährt unter niederländischer Flagge und wurde wie andere NGO-Schiffe zuletzt mit geretteten Migranten an Bord auf dem Meer blockiert. Anschließend konnte die NGO wegen eines Rechtsstreits in den Niederlanden nicht in See stechen.

Saftige Geldstrafe für Retter

Am Wochenende sorgte Salvini mit einem neuen Plan für Empörung. Demnach sollen Retter, die unerlaubt Geflüchtete nach Italien bringen, eine Strafe zwischen 3.500 und 5.500 Euro pro an Land gebrachten Migranten bezahlen. “Vielleicht ist es der Moment, sich zu fragen, ob dieses Land nicht die Schwelle zum Abgrund übertreten hat”, erklärte die italienische Hilfsorganisation Mediterranea. Das Recht auf Leben und die Solidarität werde kriminalisiert.

Italien unterstützt die libysche Küstenwache dabei, die Menschen zurück in das Bürgerkriegsland zu bringen. Dort drohen den Migranten nach Angaben von internationalen Helfern allerdings schwerste Misshandlungen. Italien pocht auf eine gerechte Verteilung von Geflüchteten auf alle EU-Staaten.

(APA)

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