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Saliera doch nicht so stark beschädigt!

Die Saliera, APA
Die Saliera, APA
Die Konservatoren am Kunsthistorischen Museum Wien (KHM) sind erleichtert: Die Saliera ist weniger beschädigt als befürchtet. Das zeigen Untersuchungen mit einem High-Tech-Gerät der IAEA.

Vor allem die ohnehin schon in die Jahre gekommene Emaille-Schicht hat nach Auskunft von Chef-Konservatorin Martina Griesser nicht zusätzlich gelitten. Weitere Untersuchungen vor allem der Emaille sind allerdings noch im Gange.

Die Saliera wurde 2003 in einem der spektakulärsten Kunstdiebstähle der Zweiten Republik aus dem KHM gestohlen. Jänner 2006 spürten Kriminalisten das Stück dann in einem Waldstück im Raum Zwettl auf. Experten befürchteten, dass das Kunstwerk neben den unmittelbaren Beschädigungen durch den Diebstahl vor allem auch durch die Aufbewahrung in der Walderde gelitten haben könnte. Allerdings hat der Dieb die Saliera die meiste Zeit unter seinem Bett aufbewahrt, sie war lediglich ein paar Monate im Wald vergraben.

Für genauere Analysen wurde dem Museum von der Internationalen Atom-Energie-Behörde ein Gerät für so genannte Röntgen-Fluoreszenz-Spektroskopie zur Verfügung gestellt, heißt es in einer Aussendung der IAEA am Montag. Die Methode ermöglich eine genaue Untersuchung der chemischen Zusammensetzung von Materialien, ohne dass diese in irgend einer Weise beschädigt werden müssen. Stattdessen werden die zu untersuchenden Abschnitte mit Röntgenstrahlen beschossen.

Die Element-Analyse brachte nebenbei auch eine exakte Bestimmung jenes Goldes, mit dem die Saliera zum Teil beschichtet ist. Es ist demnach sehr rein, etwa 90 Prozent reiner Gold-Anteil.

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