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"Sagen wir's Wien?" - "Naaa..."

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Das österreichische Umweltministerium hat am Dienstag die Nicht-Meldung von zwei Drittel der Zwischenfälle im südböhmischen Atomkraftwerk Temelin in Tschechien bestätigt.

Man habe 20 Zwischenfälle der Stufe 1 der INES-Skala (International Nuclear Event Scale) seit 2000 analysiert, so Gerhard Popp, Sprecher des Umweltministeriums. Davon seien 14 nicht, wie vereinbart, gemeldet worden.

Das Umweltministerium hat nun eine Dringliche Anfrage mit der Bitte um Aufklärung an das Außenministerium in Prag gerichtet. Ob diese 14 zuerst nicht als Störung klassifiziert worden waren und erst nachträglich so eingestuft wurden, wisse man nicht sicher. Jedoch sei auch von den sechs gemeldeten Fällen die Hälfte nachträglich als „Zwischenfall“ klassifiziert und Österreich informiert worden.

Die hohe Zahl der nicht ordnungsgemäß gemeldeten Fälle sei „eigenartig“, so Popp. Ob aber tatsächlich eine Verletzung des Melker Abkommens vorliegt, werde noch geprüft, hieß es aus dem Umweltministerium. Die Angelegenheit werde wahrscheinlich ein wichtiges Thema der ersten Sitzung der Interparlamentarischen Kommission am Mittwoch in Prag sein. Tschechien muss Österreich laut dem Melker Protokoll über alle Vorfälle ab Stufe 1 innerhalb von 72 Stunden informieren.

Temelin-Gegner der Plattform atomstopp_oberoesterreich haben über “11 vertuschte INES-1 Störfälle“ in Temelin berichtet, die verspätet nach Wien gemeldet worden seien.

Die Störfallskala der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) hat insgesamt sieben Stufen. Bei Stufe 1 handelt es sich um eine „Störung“, deren Merkmal eine Abweichung vom sicheren Betrieb der Anlage ist, jedoch ohne Austritt von Radioaktivität innerhalb oder außerhalb der Anlage. Ab INES 2 sprechen Experten von einem „Störfall“.

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