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Safe House

Der Agentenfilm ist zurück. Derzeit schießen, sprengen und prügeln sich gleich mehrere Spione durch die österreichischen Kinos. Während die John le Carré-Verfilmung "Dame, König, As, Spion" auf die eher feine Klinge und die Jagd nach einem Maulwurf während des Kalten Krieges setzt, streiten sich in der romantischen Komödie "Das gibt Ärger" zwei hochrangige CIA-Mitarbeiter um eine Frau. Auch in "Safe House" duellieren sich die Agenten: Regisseur Daniel Espinosa inszeniert einen Gun & Run-Actionthriller im Stil der Bourne-Trilogie. Denzel Washington und Ryan Reynolds geben das ungleiche Agentenpaar. Ab Freitag (24. Februar) läuft der Film in den österreichischen Kinos. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Matt Weston (Ryan Reynolds), ein junger CIA-Agent, bewacht seit zwölf Monaten ein leeres Safe House in Kapstadt. Ein “sicherer Ort”, der eigentlich genutzt werden sollte, um hochrangige Gefangene, Meisterspione oder Kronzeugen zu beherbergen. Doch weit und breit keiner davon in Sicht. Schlecht für Weston, der sich beweisen will – denn seine beiden großen Aufgaben heißen im Moment Ballspielen und seine Freundin Ana (Nora Arnezeder), der er ein normales Leben vorgaukelt. Doch plötzlich wird die Monotonie unterbrochen: ein “Gast” checkt ein. Auftritt Tobin Frost (Denzel Washington): Er war einer der ganz großen Agenten, eine CIA-Legende. Bis zu dem Moment als er “außer Kontrolle geriet” und samt wichtiger Informationen untertauchte. Seitdem steht er ganz oben auf der Schwarzen Liste des CIA, jetzt ist er plötzlich in der amerikanischen Botschaft in Kapstadt aufgetaucht.

Warum sich Frost selbst gestellt hat, ist nicht ganz klar. Deutlich wird nur, dass nicht nur der CIA hinter ihm her ist. Das Safe House wird angegriffen, ein Blutbad später fliehen Weston und Frost als einzige Überlebende. Weston ist fest entschlossen, Frost wieder hinter die Sicherheit von CIA-Gitterstäben zu bringen – doch der hat ganz andere Pläne. Auf der actionreichen Flucht mit- und voreinander kommen die beiden einander langsam näher. Drehbuchautor David Guggenheim lässt 115 Minuten Verfolgungsjagd, Verwirrung und Verunsicherung für seine Protagonisten, aber auch einige Plotverwicklungen für das Publikum folgen. Natürlich darf der eine oder andere unerwartete Twist zum Thema “Wer war’s?” am Ende nicht fehlen.

Die Optik des Films des chilenisch-schwedischen Regisseurs Daniel Espinosa ist rau. Die Kamera steht nie still, Espinosa setzt auf eine fahrige Kameraführung, die Schnitte sind schnell und viele. Das verleiht dem Film Tempo und Dynamik, vor allem bei Kampf- oder Verfolgungsszenen, führt aber auch dazu, dass der Zuseher rasch den Überblick verliert. Bekannt ist diese Technik vor allem aus der Bourne-Trilogie, an die “Safe House” auch von der Thematik erinnert. Allerdings setzt Espinosa die wackelige Kamera selbst bei Gesprächsszenen und Close-ups ein, was irritiert.

“Safe House” lebt von den Hauptdarstellern Reynolds und Washington. Auf der einen Seite der unerfahrene Weston, der nur knapp am Nervenzusammenbruch vorbeischrammt. Er muss sich nicht nur mit einer Agentenlegende messen, sondern gleichzeitig auch seine moralischen Werte (Waterboarding – “Ist das eigentlich legal?”) und Vorstellungen vom Agentenleben hinterfragen. Auf der anderen Seite der abgebrühte Frost, den weder Schusswunden noch Autokarambolagen aus der Ruhe bringen können. Aus dieser Konstellation ergeben sich allerdings auch Ungereimtheiten: Topagent Frost kann zwar Massen professioneller Killer im Handumdrehen ausschalten, von dem Anfänger Frost lässt er sich aber einfach mal an ein Heizungsrohr ketten. Zusammen mit der ein wenig fehlplatziert wirkenden Liebesgeschichte schadet das Espinosas Actionspektakel beträchtlich.

(APA)
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