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Sadhu - Auf der Suche nach der Wahrheit - Trailer und Kritik zum Film

Der Schweizer Dokumentarfilm "Sadhu" entpuppte sich in der Eidgenossenschaft als veritabler Überraschungshit, handelt er doch im Wesentlichen von einem Mann mittleren Alters, dem es unwohl ist in seiner Haut. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Und dann ist die Hauptfigur auch noch ein Heiliger, der überlegt, nach acht beschwerlichen Jahren in der Einsamkeit, ob es nicht eigentlich ausreichend wäre, ein “guter Kerl” mit normalem Alltag zu sein. So begibt sich der indische Sadhu zurück in die Zivilisation und setzt sich gleich einem Kumbh-Mela-Pilgerfest aus. Ab Freitag in den heimischen Kinos.

Sadhu – Auf der Suche nach der Wahrheit: Die Geschichte

Insgesamt gibt es vier indische Städte, in denen sich in Abständen von jeweils zwölf Jahren Heerscharen versammeln, um im Ganges Reinigung im Zuge eines Pilgerfests zu erfahren. Die Kumbh Mela von Haridwar gelte einigen Hinduisten als “heiligste”, so Filmemacher Gael Metroz. Einige Sadhus oder “Wahrheitssucher” verlassen offenbar nur zur Kumbh Mela von Haridwar im Norden Indiens ihre einsamen Stätten.

Der Sadhu, den Metroz für seinen Film begleitet hat, fügt sich schon rein optisch nicht ganz ins Bild. In einem schlichten weißen Gewand schreitet er aufrecht, aber zurückhaltend und fast schüchtern durch das bunte, lärmende Treiben. Wenn ihn Leute bitten, sie zu segnen, erschrickt er. Einige seiner Kollegen lassen ihn wissen, dass sie ihn nicht voll als einen der ihren akzeptieren können. Suraj Baba, wie der Hauptprotagonist des Films mit bürgerlichem Namen heißt, schläft nach den Standards der Gurus zu viel: “Die Nacht ist dafür da, sich Gott zu nähern.” Wer viel schlafe, sei ein Unbewusster.

Sadhu – Auf der Suche nach der Wahrheit: Die Kritik

Aber auch der zweifelnde Heilige selbst fühlt sich an der Kumbh Mela nicht am rechten Ort: “Das ist ein Zirkus”, sagt er und beschließt, in der Einsamkeit Seelenfrieden zu suchen. Begleitet nur vom Walliser Filmemacher tritt der Sadhu seine Pilgerfahrt zu den heiligen Seen in der Nähe von Tibet an. Die Reise bietet dem Kinopublikum erwartbar atemberaubende Bilder aus dem Himalaja-Gebirge, doch die Unschlüssigkeit des Protagonisten dürfte nicht jeden Zuschauer gleichermaßen interessieren. Suraj Baba, der auf der Reise raucht, trinkt, Frauen schöne Augen macht und einmal sogar auf einer Clubbühne als Popsänger auftritt, leidet offenkundig unter dem “Hin und Her”: “Bin ich ein Heiliger oder nicht, ein Heiliger oder ein normaler Mensch?”

(APA)

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