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Ärzteschaft demonstriert gegen Gesundheitsreform

Unter dem Motto "Seids krank?" haben sich am Dienstagvormittag die Ärzte zu einer Großdemonstration gegen die geplante Gesundheitsreform zur Sanierung der Krankenkassen in Wien versammelt. Die Mediziner in ihren weißen Kitteln trafen sich gegen 10.00 Uhr auf dem Stephansplatz und marschierten dann durch die Innenstadt zum Bundeskanzleramt.

Sämtliche Landesärztekammern schickten Delegationen nach Wien, zahlreiche Ordinationen bleiben heute geschlossen. Als Ersatz ist der Ärztefunkdienst während des gesamten Tages im Einsatz.

Worum es den Ärzten geht, machten sie bereits auf ihren zahlreichen Transparenten deutlich. “Gegen die Zerstörung des Gesundheitssystems” war eine der Hauptbotschaften. Gleichzeitig machten sie auch darauf aufmerksam, dass die Patienten von den Plänen der Regierung ebenfalls betroffen sein würden: “Keine Billigmedizin auf Kosten unserer Patienten”, stand etwa zu lesen oder “Medizin marod – Patient in Not”. Die Mediziner sagten auch “Ja zu Reformen – Nein zu Husch-Pfusch-Aktionen”.

Aufs Korn genommen wurden auch die verantwortlichen Politiker. So gab es die “rote Karte für Kdolsky und ihre Gesundheitsreform” und in Anspielung auf die Rauchervereinbarung hieß es “Tschicks für Kdolsky – Gesundheit für Österreich”.

Aber auch die SPÖ blieb nicht unverschont: “Gusi verrät Sozialdemokratie, Häupl schweigt dazu”. Ein weiteres Transparent sah das Heil in der Vergangenheit und forderte “Gebt uns Rauch-Kallat wieder”.

Für die musikalische Untermalung der Demonstration sorgte die “Funeral Marching Band” der Wiener Ärztekammer mit Trauermusik. Als Moderator fungierte Dieter Chmelar.

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