Ärztekammer warnt vor Handys als Geschenken

Ärztekammer warnt vor Handys als Geschenken
Ärztekammer warnt vor Handys als Geschenken ©bilderbox.at
Die Ärztekammer (AEK) warnt vor Handys unter dem Weihnachtsbaum. AEK-Präsident Walter Dorner kritisierte die "alljährlichen Werbeschlacht der Mobilfunkindustrie vor Weihnachten". Die Industrie sei angesichts der erhofften Gewinne "verantwortungslos", was gesundheitliche Gefährdungen bei Kindern und Jugendlichen betrifft.

Die zu Weihnachten geschenkten Handys würden später “ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellen”, so Dorner in einer Aussendung. Laut Umweltmediziner Erik Huber habe erst kürzlich eine italienische, eine Schweizer und eine chinesische Arbeitsgruppe die Arbeiten des Wiener Arbeitsmediziners Hugo Rüdiger im Rahmen der so genannten “Reflex”-Studie über die biologische Wirkung elektromagnetischer Strahlung bestätigt. Bislang seien die Wiener Ergebnisse aus der “Reflex”-Studie von der Mobilfunkindustrie aber stets in Abrede gestellt worden.

Huber verwies auf die von der Ärztekammer herausgegebenen “10 medizinischen Handyregeln”. Mit einfachen Schritten könne jeder Einzelne die Strahlenexposition für sich selbst entscheidend reduzieren.

Die Handy-Tipps der Wiener Ärztekammer:

Prinzipiell so wenig und so kurz wie möglich telefonieren – Festnetz oder VoIP verwenden. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten Handys nur für den Notfall mitführen.
.) Das Handy während des Gesprächaufbaus von Kopf und Körper fernhalten (Armabstand)
.) Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren – die Strahlung ist höher
.) Beim Versenden von SMS das Handy generell so weit wie möglich vom Körper fernhalten
.) Beim Kauf von Handys auf einen möglichst geringen SAR-Wert sowie einen externen Antennenanschluss achten
.) Handys nicht in die Hosentasche stecken – die Strahlung kann möglicherweise die Fruchtbarkeit bei Männern beeinträchtigen
.) Zu Hause über das Festnetz telefonieren und das Handy ausschalten
.) Keine Spiele via Handy spielen
.) Bei Verwendung von Headsets oder integrierter Freisprecheinrichtung Handys möglichst weit weg vom Körper
positionieren (z.B. äußere Rocktasche, Handtasche)
.) Besonders Wireless LAN bzw. UMTS führen zu einer hohen Dauerbelastung

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