Russland warf 22 Tonnen Hilfsgüter über Syrien ab

Russland hat 22 Tonnen Hilfsgüter über Syrien abgeworfen.
Russland hat 22 Tonnen Hilfsgüter über Syrien abgeworfen. ©AP
Russland hat rund 100 Tage nach Beginn seiner Luftangriffe in Syrien nach eigenen Angaben mit einem Hilfseinsatz für die Bevölkerung in dem Bürgerkriegsland begonnen.

Ein Transportflugzeug des Typs Iljuschin Il-76 warf insgesamt 22 Tonnen Lebensmittel und Medizin mit Fallschirmen über Deir ez-Zor ab, wie Sergej Rudskoj vom Generalstab in Moskau am Freitag sagte.

400.000 Menschen gefangen

In der Stadt sind Bürgerrechtlern zufolge mindestens 250.000 Menschen von der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) eingeschlossen. Die Jihadisten verhindern demnach, dass Nahrungsmittel und Medikamente in die von Regimetruppen gehaltenen Gebiete gebracht werden.

“Viele Organisationen unternehmen Hilfslieferungen in Syrien, aber ein Großteil fällt den Extremisten in die Hände”, sagte Rudskoj der Agentur TASS zufolge. “Deshalb hat Russland entschieden, seine Streitkräfte mit einem Hilfseinsatz zu beauftragen”, teilte der Generalleutnant mit. Moskau fliegt seit Ende September Luftangriffe.

Die Belagerung von Deir ez-Zor begann vor etwa einem Jahr. Den Vereinten Nationen zufolge sind insgesamt 50 Orte in Syrien eingekesselt – in diesen seien 400.000 Menschen gefangen. Für besonderes Aufsehen hatte vor kurzem die Hungerkatastrophe in der von Regimetruppen belagerten Stadt Madaya gesorgt. (APA)

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