Russland: Mit Geiselnehmern wird verhandelt

Nach einem anfänglichen Aussetzen der Verhandlungen mit den Geiselnehmern in der Stadt Beslan in Nord-Ossetien hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Gespräche fortgesetzt. Ein Kontakt sei hergestellt worden.    | Flash-

Die Verhandlungen seien nun in vollem Gange, sagte der nord-ossetische FSB-Chef Waleri Andrejew am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Die Geiselnehmer verlangten die Freilassung von in der Nachbarrepublik Inguschetien inhaftierten Rebellen. An den Gesprächen sollten sich nach ihrem Wunsch die Präsidenten Nord-Ossetiens und Inguschetiens, Alexander Dsasochow und Murat Sjasikow, beteiligen. Auch der Arzt Michail Roschal wurde von den Entführern als Vermittler gefordert. Er hatte bereits während der Geiselnahme im Moskauer Musicaltheater „Nordost“ im Oktober 2002 vermittelt und soll inzwischen in Beslan eingetroffen sein.

Der deutsche Außenminister Joschka Fischer hat den terroristischen Überfall auf die Schule verurteilt. „Ich kann mir keinen Grund vorstellen, der es rechtfertigen würde, Schulkinder als Geiseln zu nehmen“, sagte Fischer am Mittwoch am Rande der Grünen-Fraktionsklausur in Bad Saarow (Brandenburg). „Das ist auf das Schärfste zu verurteilen.“

Die russischen Behörden korrigierten die Zahl der bei einem Selbstmordanschlag am Dienstag in Moskau Getöteten unterdessen von elf auf neun nach unten. Irrtümlich seien zwei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegene Personen den Anschlagsopfern zugerechnet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax.

Stichwort: Nord-Ossetien
Russland wirft Deutschland Nachsichtigkeit mit Terroristen vor

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