Russland: HIV-Infizierte protestieren

Aus Protest gegen mangelhafte medizinische Versorgung haben sich rund ein Dutzend HIV-positive Russen am Rathaus von Kaliningrad angekettet. "HIV ist keine Strafe - wir brauchen Medikamente", war auf Plakaten zu lesen.

Allein in Kaliningrad (Königsberg) seien 700 Menschen gestorben, ohne dass sich die Behörden darum gekümmert hätten, kritisierte einer der Aktivisten, Alexander Rumjanzew. „Wir sind hier, weil die Leute sterben“, sagte er dem Fernsehsender NTV.

Eine Demonstrantin erklärte, ihr Arzt habe gemeint, sie könnte trotz medizinischer Behandlung in wenigen Tagen sterben, ihr Arzneimittel zu verschreiben, sei daher reine Verschwendung. Alle 13 Aktivisten wurden nach Behördenangaben festgenommen. NTV zufolge gibt die russische Regierung für jeden Aids-Patienten jährlich rund 9.700 Euro aus.

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