Russland: Delegation nach Tschetschenien

Nach dem tödlichen Attentat auf den tschetschenischen Präsidenten Kadyrow hat Putin die Entsendung einer Regierungsdelegation nach Tschetschenien angekündigt.

Das Komitee aus Vertretern verschiedener Ministerien und Regierungsbehörden solle in den kommenden Tagen in die abtrünnige Kaukasusrepublik reisen, um Hilfsleistungen zu erörtern, sagte Putin laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Dienstag in Moskau.

Die Delegation solle wahrscheinlich von einem Wirtschaftsvertreter der Regierung angeführt werden, da die Hauptaufgaben des Gremiums wirtschaftlicher Art seien, fügte Putin nach einem Kurzbesuch in Tschetschenien hinzu.

Dort überreichte der russische Präsident Kadyrows Angehörigen einen Heldenorden, wie die Nachrichtenagentur Interfax nach seiner Rückkehr nach Moskau meldete. Anschließend beriet sich Putin mit seinen wichtigsten Ministern über die Strategie für die künftige Führung in Tschetschenien. Er kündigte dabei die Aufstockung der Streitkräfte des tschetschenischen Innenministeriums um mehr als tausend Mann an. In Tschetschenien muss bis zum 5. September ein neuer Präsident gewählt werden. Kadyrow war von Moskau gefördert worden. Den Tschetschenenführer Aslan Maschadow erkennt der Kreml hingegen nicht an und bezeichnet ihn als „Terroristen”.

 

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