Russische Raketen trafen Krementschuk in Ukraine

Zerstörte russische Panzer in der Ukraine.
Zerstörte russische Panzer in der Ukraine. ©REUTERS/Zohra Bensemra/File Photo
Am Donnerstag wurde, laut ukrainischen Angaben, die Industriestadt Krementschuk in der Zentralukraine von einer Serie russischer Raketen getroffen.

Beim bisher größten Angriff auf die Stadt seit Kriegsbeginn vor zweieinhalb Monaten sei auch eine Raffinerie beschädigt worden, sagte der regionale Militärchef Dmitrij Lunin nach Angaben der Agentur Unian.

Krementschuk in der Ukraine von russischen Raketen getroffen

"Dort brennt es, Rettungsdienste sind im Einsatz", erklärte er. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Insgesamt habe das russische Militär zwölf Raketen unbekannten Typs abgefeuert.

Russisches Logistik-Kriegsschiff im Schwarzen Meer beschädigt

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ein russisches Logistik-Kriegsschiff im Schwarzen Meer beschädigt. Die "Wsewolod Bobrow" sei in der Nähe der Schlangeninsel getroffen und in Brand gesetzt worden, erklärt ein Sprecher der Streitkräfte für den Militärbezirk Odessa im Internet. Einzelheiten liegen nicht vor. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht bestätigt werden.

UNO zählte 6.029.705 Flüchtlinge aus der Ukraine seit Kriegsbeginn

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind mehr als sechs Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Das UNO-Flüchtlingswerk UNHCR gab am Donnerstag die Gesamtzahl der Geflüchteten bis zum 11. Mai mit 6.029.705 an. Mehr als die Hälfte der Menschen floh ins benachbarte Polen.

3,4 Millionen Menschen flohen aus der Ukraine im März 2022

Mit 3,4 Millionen waren im März die meisten Menschen geflohen. Im April waren es laut UNHCR noch 1,5 Millionen. Auch im Mai hielt der Exodus weiter an: Seit Monatsbeginn flohen fast 500.000 Menschen vor den Gefechten ins Ausland. Darüber hinaus schätzt die Internationale Organisation für Migration (IOM), dass rund acht Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht sind.

37 Millionen Menschen lebten vor russischer Invasion in der Ukraine

Vor der russischen Invasion lebten in der Ukraine 37 Millionen Menschen in den von der Regierung kontrollierten Regionen, also außerhalb der von Russland annektierten Halbinsel Krim und der pro-russischen Separatistengebiete im Osten der Ukraine. 90 Prozent der ins Ausland geflüchteten Ukrainer sind Frauen und Kinder.

Getötete Zivilisten im Gebiet Donezk durch Gefechte

Bei schweren Gefechten zwischen russischen und ukrainischen Truppen sind im Gebiet Donezk nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Die Gebietsverwaltung berichtete am Donnerstag im Nachrichtendienst Telegram von vier Toten in den Ortschaften Nowosseliwka, Awdijiwka und Lyman. In Jassynuwata, das unter Kontrolle der prorussischen Separatisten steht, fiel nach Medienberichten ein weiterer Zivilist Kämpfen zum Opfer. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Russland will Donezk und lUhansk erobern

Der russische Angriffskrieg dauert bereits seit Ende Februar. Als eines der Ziele hat Russland die vollständige Eroberung der Gebiete Donezk und Luhansk ausgegeben. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bereits mehr als 3500 Zivilisten getötet. Die UN gehen aber von weitaus höheren Opferzahlen aus.

(APA/Red)

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