Russische Botschaft in Wien warnte Russen in Österreich

Botschaft sieht Sicherheitsrisiko für russische Staatsbürger durch Antikriegsdemonstrationen.
Botschaft sieht Sicherheitsrisiko für russische Staatsbürger durch Antikriegsdemonstrationen. ©pixabay.com (Symbolbild)
Russland sorgt sich um die Sicherheit seiner Staatsbürger in Österreich, wie der russische Botschafter am Samstag betonte.
Emotionale Ukraine-Demo in Wien

"Angesichts von laufenden und für die nächsten Tage geplante Aktionen mit antirussischem Charakter besteht weiter ein hohes Risiko für Provokationen sowie eine Bedrohung für die Gesundheit und Sicherheit von Russen durch aggressiv gesinnte Personen", wandte sich die russische Botschaft in Wien am Samstagnachmittag auf Facebook an in Österreich lebende russische Staatsbürger.

Russen sollen in Österreich zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen treffen

Eindringlich wurde empfohlen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu setzen, Massenansammlungen zu meiden und auf Provokationen nicht zu reagieren, schrieb die Botschaft. Weitere Details wurden nicht genannt, die Botschaft meinte jedoch unmissverständlich jene Demonstrationen, auf denen in österreichischen Städten gegen jenen Krieg protestiert wurde und werden soll, der am 24. Februar auf Anordnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin begonnen hat.

Einige russische Staatsbürger bei Anti-Kriegs-Demo in Wien

Laut APA-Beobachtungen ignorierten zahlreiche russische Staatsbürger am Samstag derartige Empfehlungen und waren auch aktive Teilnehmer von Antikriegsdemonstrationen in Wien.

Demonstranten übten heftige Kritik an Putin

Sie übten auf Plakaten auch heftige Kritik an der Politik von Putin. "Wenn es jetzt als Landesverrat gilt, gegen den Krieg zu sein, dann habe ich keine Heimat mehr", stand auf einem Plakat, das eine junge Russin am Wiener Platz der Menschenrechte am Samstagnachmittag in die Höhe hielt. Sie verwies damit auf zahllose Festnahmen von Gleichgesinnten in Russland, die auf den Straßen russischer Städte gegen den Krieg demonstrierten.

Aber auch die Facebook-Warnung der Botschaft wurde am Samstag vielfach auch auf Russisch kritisch kommentiert. Die Gefahr ginge doch einstweilen von Russland aus, hieß es etwa, oder, dass doch bloß Putins Handlungen einen antirussischen Charakter hätten.

(APA/Red)

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