Runde Narrenkugeln: Faschingskrapfen im Test

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Im Faschings geht’s rund – auch auf dem Teller. Rund 100 Millionen Faschingskrapfen essen die Österreicher pro Jahr. Mit Dotter und Marmelade wird dabei mitunter gespart, mit Fett und Zucker hingegen nicht.

Der im letzten Jahr durchgeführte Test vom “Verein für Konsumenteninformation” hat die verschiedenen Krapfen auf ihren Geschmack getestet. Als geschmacklich am besten erwies sich der Krapfen vom Hofer.

Getestet wurden sieben Krapfen von den Bäckereien Anker, Felber, Gradwohl, Der Mann, Ströck, Schrott und Waldherr. Weitere sieben Kandidaten wurden in den Supermarktketten Billa, Edeka, Hofer, Interspar und Merkur gekauft. “Der Diskont-Krapfen vom Hofer ist mit 30 Cent nicht nur der billigste, sondern staubt auch die meisten Punkte im Test ab”, so VKI-Geschäftsführer Franz Floss. Auch “gut” abgeschnitten haben Felber, Anker, Billa, Der Mann und Gradwohl. Der Rest bekam “durchschnittlich” bis weniger “zufriedenstellend”.

Sündiger Genuss

Die guten Kugeln machen aber auch selbst kugelig rund: Zwischen acht Gramm wie ein großer Krapfen vom Merkur und 24 Gramm Fett wie der Vertreter von Waldherr wurde gemessen. Mit mehr als 20 Gramm ebenso fett im Geschäft sind Schrott, Fischer, Interspar und Felber. Ein kleiner Krapfen von Merkur habe umgerechnet zwei Stück Würfelzucker in sich, bei Ströck seien es gleich fünf Stück, berichtete Floss. Alle Testkandidaten enthielten mehr als 12,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm.

Nach dem Österreichischen Lebensmittelindex sollen sechs Eidotter pro Kilo Mehl verwendet werden – aber nur jeder zweite Krapfen enthält so viele “Flaumig-Macher”. Mindestens 15 Prozent Marmelade soll ein Krapfen enthalten. Wer auf viel Marmelade wert legt, sollte dann eher nicht zu Krapfen von Fischer, Anker und Waldherr greifen. Üppig gefüllt waren dagegen Vertreter aus den Bäckereien – diese waren durchschnittlich mit fast einem Viertel gefüllt. Führend war hier das Produkt von Mann mit 32,4 Prozent.

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