Ruhet in Frieden - Kritik und Trailer zum Film

Liam Neeson taugt auch mit 62 noch zum Actionstar, eine Garantie für einen Kassenknüller ist er aber anscheinend nicht. In seinem neuen Film "Ruhet in Frieden - A Walk Among the Tombstones" folgt er der Klischeerolle des Polizisten Matthew Scudder, der nach der versehentlichen Tötung eines Kindes zum Alkoholiker und Privatermittler wird.

Liam Neeson ist zur Zeit einer der meistbeschäftigten Schauspieler Hollywoods. Der 62-Jährige dreht in regelmäßigen Abständen Filme sämtlicher Genres. Sein jüngstes Werk “Ruhet in Frieden – A Walk Among the Tombstones” von Regisseur Scott Frank, der einst das Drehbuch für “Minority Report” schrieb, begibt sich auf das Terrain eines klassischen Kriminalthrillers. Kinostart ist der 14. November.

Kurzinhalt zum Film

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Lawrence Block. Darin spielt Neeson den ehemaligen Polizisten Matt Scudder, der nach einer überstandenen Alkoholkrankheit als nicht lizenzierter Privatdetektiv auf der Jagd nach Verbrechern ist. Ein spezieller Fall wird an Scudder herangetragen, als Kenny Kristo (Dan Stevens) von der Entführung seiner Frau erzählt. Trotz rascher Bezahlung des Lösegelds, wurde seine Frau eiskalt und auf besonders grausame Weise getötet. Von hier an entwickelt sich ein spannender Thriller, der nicht nur eine Menge rasanter Szenen aufweist, sondern auch für die ein oder andere überraschende Wendung gut ist.

Kritik zu “Ruhet in Frieden”

Coole Sprüche gepaart mit einem eiskalten Blick – das sind jene Merkmale, die Liam Neeson nahezu in Perfektion beherrscht. Bei seinen in jüngster Vergangenheit entstandenen Filmen wie “96 Hours” oder “Non-Stop” hat der gebürtige Nordire dies mehrfach unter Beweis gestellt. In “Ruhet in Frieden” weiß Neeson einmal mehr zu überzeugen.

Regisseur Scott Frank erlangte mit den Drehbüchern zu “Out of Sight” oder “Minority Report” Bekanntheit. In “Ruhet in Frieden”, seiner zweiten Kino-Regiearbeit nach “Die Regeln der Gewalt” (2007), inszeniert Frank nervenaufreibend und schafft es binnen weniger Augenblicke, die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen. Der früh aufgebaute Spannungsbogen wird – mit kleinen zwischenzeitlichen Durchhängern – fast gänzlich bis zum Ende durchgehalten.

Der Film ist, der Thematik entsprechend, optisch in sehr grauen und kalten Tönen gehalten, der dauerhaft eingesetzte Regen wird zum stilbildenden Merkmal, der auch mehrfach dramaturgisch genützt wird. Hervorheben muss man auch den Filmmusik-Quereinsteiger Carlos Rafael Rivera, der mit seiner mystisch-gespenstischen Komposition eine stimmige Untermalung zum Gesehenen geschaffen hat. So minimalistisch der Soundtrack auch gehalten ist, so tief geht er unter die Haut.

Der Trailer zum Film:

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