Rufe nach Feuerpause in Libyen bleiben ungehört

Stabilität von anhaltenden Kämpfen gefährdet
Stabilität von anhaltenden Kämpfen gefährdet
Internationale Appelle für eine Waffenruhe in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind bei den rivalisierenden Milizen auf taube Ohren gestoßen. Den ganzen Sonntag über waren in der Nähe des Flughafens und anderen Stadtgebieten Schüsse und Granatfeuer zu hören.


Der Flughafen wird seit dem vom Westen unterstützten Aufstand gegen Machthaber Muammar Gaddafi 2011 von einer Miliz aus der Stadt Sintan kontrolliert. Sie sehen sich Angriffen rivalisierender Milizen aus Misrata gegenüber. Die UNO-Vertretung in Libyen erklärte, die anhaltenden Kämpfe bedrohten den politischen Prozess sowie die Stabilität und Sicherheit in Libyen.

Die Regierung verfügt nach wie vor nicht über eine nationale Armee, sondern bedient sich ehemaliger Rebellen-Milizen. Deren Loyalität gilt jedoch oftmals mehr ihrer Region oder örtlichen Befehlshabern als der Regierung. In Benghazi hat ein Bündnis aus islamischen Extremisten und Ex-Rebellen die Regierungskräfte aus der ostlibyschen Stadt vertrieben.

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