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Rückgang bei Gemeindebau-Delogierungen

Im Jahr 2004 wurden um 17 Prozent weniger Menschen delogiert als im Vorjahr - SPÖ Wien sieht das als Beweis dafür, dass die Delogierungsprävention der Stadt Wien greift.

Um 17 Prozent sind 2004 die Delogierungen in den Wiener Gemeindebauten zurückgegangen. Damit waren im vergangenen Jahr 966 Personen von der zwangsweisen Wohnungsräumung betroffen, erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann (S) am Dienstag. Dieser Rückgang sei der Beweis, dass die Delogierungsprävention der Stadt greife. 60 Prozent der Betroffenen bezogen wegen eines zu hohen Einkommens 2004 keine Wohnbeihilfe.


Im Idealfall müsse die Prävention mit der ersten Mahnung einsetzen, so Faymann. Deshalb versuche man „bei den ersten Warnsignalen“ auf die betroffenen Familien zuzugehen.

“Zu hohes Einkommen für Wohnungsbeihilfe”


„Sorgen“ bereitet dem Stadtrat allerdings die Gruppe derjenigen, die auf Grund der Höhe ihres Einkommens keine Wohnbeihilfe bezieht, sich jedoch verschuldet hat. Dieser „harte Kern“ mache 60 Prozent der Delogierten aus.


Ob als Konsequenz daraus die Einkommensgrenzen für den Bezug von Wohnbeihilfe heraufgesetzt würden, könne man noch nicht sagen. Jedoch: „Ich schließe nicht aus, dass wir sie erhöhen“, stellte Faymann klar. Derzeit liegen die Grenzen bei rund 1.100 Euro für eine Einzelperson und bis zu 2.300 Euro bei einer vierköpfigen Familie.


Überdies höre die soziale Verantwortung der Stadt ja nicht mit der Delogierung auf, betonte Faymann. Gemeinsam mit Vertragspartnern wie Caritas oder Volkshilfe würden mehr als 2.400 Wohnplätze für Obdachlose zur Verfügung gestellt.


Im vergangenen Dezember hatten die Wiener Grünen die gestiegene Zahl der Delogierungen in den Wiener Gemeindebauten zwischen 1999 und 2003 bemängelt. „Die Stadt Wien produziert Obdachlose“, so die Grüne Klubobfrau Maria Vassilakou damals.

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